Thema
Lyrik & Prosa
Über das Schreiben
Solange ich denken kann, entstehen in meinem Kopf Geschichten. Szenen formen sich, Figuren sprechen, Bilder bleiben. Manchmal reichen wenige Sätze. Manchmal wächst daraus ein ganzer Text. Dieses innere Erzählen gehört zu mir. Es war früh da und es ist geblieben.
Schon in der Schulzeit zog es mich zu Aufsätzen. Während andere Aufgaben schnell abhaken wollten, blieb ich länger sitzen. Worte sortieren. Gedanken ordnen. Stimmungen festhalten. Lehrer, die diesen Wunsch ernst nahmen, prägten mich. Sie gaben Raum. Sie gaben Rückmeldung. Sie ließen Texte stehen, ohne sie glatt zu schleifen. Das gab Vertrauen in die eigene Stimme.
Schreiben lief nie nebenbei. Es war immer Teil meines Alltags. Mal leise, mal intensiv. Mal in kurzen Notizen, mal in längeren Texten. Impressionen nach Spaziergängen. Beobachtungen aus Gesprächen. Innere Monologe. Fragen ohne schnelle Antwort. Schreiben hielt diese Momente fest.
Lyrik und Prosa unterscheiden sich in der Form. Der Kern bleibt gleich. Es geht um Ausdruck. Um das Sichtbarmachen von Innenleben. Gedichte verdichten Gedanken. Sie lassen Raum. Prosa erzählt. Sie führt durch Situationen. Beide Formen ergänzen sich. Beide geben mir Struktur.
Auf uwebwerner.de sammle ich diese Texte. Viele entstanden über Jahre hinweg. Manche lagen lange in Ordnern. Andere erschienen zuerst an ganz anderen Orten. Hier finden sie ihren Platz. Geordnet. Teilweise überarbeitet. Teilweise bewusst roh gelassen. Nicht jeder Text braucht Erklärung. Manche wirken durch Rhythmus, Pausen und Bilder.
Was beim Radio oder im Stream meine Stimme ist, sind hier Worte. Texte ersetzen Klang. Sie tragen Haltung. Sie transportieren Stimmung. Leserinnen und Leser nehmen sie im eigenen Tempo auf. Ein Gedicht liest du anders als einen Blogartikel. Ein Prosatext fordert Aufmerksamkeit. Beides fordert Zeit. Beides schenkt Nähe.
Schreiben bedeutet für mich, etwas mitzuteilen. Nicht laut. Nicht aufdringlich. Eher ruhig und klar. Worte schaffen Verbindung. Zwischen mir und dir. Zwischen Erfahrung und Erinnerung. Texte stellen keine Thesen auf. Sie zeigen Perspektiven. Sie lassen Gefühle stehen, ohne sie zu erklären.
Perfektion spielte dabei nie die Hauptrolle. Wichtiger bleibt Ehrlichkeit. Ein Text wirkt, wenn er stimmig ist. Wenn er trägt. Wenn er etwas offen lässt. Viele meiner Texte handeln von Wahrnehmung. Von Feinheiten. Von inneren Spannungen. Sie spiegeln Leben, wie es sich anfühlt.
Lyrik&Prosa auf uwebwerner.de ist kein abgeschlossenes Projekt. Neue Texte kommen hinzu. Alte Texte verschwinden nicht. Sie zeigen Entwicklung. Sprache verändert sich. Blickwinkel verschieben sich. Das Schreiben bleibt konstant. Es begleitet. Es ordnet. Es gibt Halt.
Wenn du hier liest, bist du Teil dieses Austauschs. Texte existieren nicht im luftleeren Raum. Sie treffen auf deine Erfahrungen. Deine Gedanken. Deine Stimmung. Genau dort entfalten sie ihre Wirkung. Vielleicht erkennst du dich wieder. Vielleicht bleibst du an einem Satz hängen. Vielleicht liest du weiter.
Lyrik & Prosa
Das Leben
Eine Reise durch Höhen und Tiefen des Lebens – von Freiheit, Liebe und Selbstfindung. Ein Gedicht über das Wachsen und Loslassen im Hier und Jetzt.
Du fehlst
Wenn das nicht fassbare fassbar werden muss, wenn die Abwesenheit und der Verlust einen zu drücken droht. Wenn ein geliebter Mensch fehlt…
Einfach loslassen
Über das Loslassen und warum es uns oft so schwer fällt. Gedanken und Versuche es zu ergründen. Ein Beitrag zur Blogparade zum Loslassen.
Brief an mein zukünftiges Ich
Ein Brief in die Zukunft, an mein eigenes Ich in 20 Jahren. Was möchte ich mir schreiben, was mir raten, wovor warnen oder mir wünschen?
Bloggen im Jahr 2057
Kurzer Sprung in die Zeitmaschine, das Bloggen im Jahr 2057 und wieso heute alles noch besser ist.











