Fasten ist gut für Körper und Seele. Es ist wichtig das richtige Fasten für sich herauszufinden. Es gibt ganz unterschiedliche Wege dafür.

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Uwe B. Werner

Warum Fasten für Körper und Seele gut ist

Fist das Gegenteil von Hungern. Es geht nicht um die nächste Diät oder sich schlank zu hungern, es ist eine Pause für den Körper, ein evolutionsbiologisch überaus sinnvolles Prinzip. Fasten ist so alt wie die Menschheitsgeschichte, sagt man. Ob gewollt oder ungewollt, zu allen Zeiten fasteten die Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Fasten als  freiwillige Nahrungsentzug wirkt auf uns verjüngend und regenerierend. Doch auch die medizinische Bedeutung wird durch moderne Forschungsergebnisse immer deutlicher. Fasten wirkt als heilsamer Schock auf unseren Körper.

Es stellt die Physiologie auf den Kopf und löst nachfolgend ganze Kaskaden von biochemischen Reaktionen aus. Es werden beim Fasten ganz körpereigene Reinigungsmechanismen angeregt. Es bedient damit sozusagen die Müllabfuhr und das Recyclingsystem der Zellen. und hemmt nachweislich Entzündungen und senkt hohen Blutdruck. Fasten ist vielfältiger als die meisten von uns denken und hat nur wenig mit den üblichen Diäten zu tun, die zumeist nur kurzfristige Erfolge vorweisen können.

Fasten trägt dabei, genau wie  eine Ernährungsumstellung, zur Entgiftung des Körpers bei.

Ich habe doch keine Zeit zum Fasten!

Fasten ist keine Frage der Zeit, sondern der Organisation. Es bedeutet nicht allein zu Hause zu sitzen und die Stunden oder Tage zu zählen. Das Fasten kann, gut organisiert, auch während des normalen Alltags durchgeführt werden. Alternativ dazu kann man auch seinen Urlaub nutzen und dies mit spannenden Erlebnissen koppeln. Fasten kann durchaus ein Erlebnis für Körper und Sinne sein. Immer beliebter wird zum Beispiel das Fastenwandern in der Fastenwoche. In einer Gruppe von Gleichgesinnten sind die Erlebnisse doppelt so intensiv und erfüllend.

Nüsse

Auch hier gibt es ganz unterschiedliche Ansätze, das Fasten für Gesunde (Fasten nach Buchinger) mit dem vollständigen Verzicht auf feste Nahrung oder das Basenfasten, bei dem sehr viel Wert auf die Regulierung des Säure-Basen-Haushalts Wert gelegt wird.

Heilfasten, Basenfasten, Intervallfasten

Im Gegensatz zu Diäten geht es beim Fasten eben nicht ausschließlich um eine Gewichtsabnahme, sondern in erster Linie auch um Entgiftung und Regeneration. Das ist vom Effekt ähnlich und am besten in Kombination mit einer Ernährungsumstellung zu erzielen.

Beim Fasten gibt es unterschiedliche Formen. Welche für einen selbst die geeignete ist, sollte man am Besten voran mit einem Arzt abklären. Es hängt von der gesundheitlichen Konstitution, Vorerkrankungen und Medikamentengabe mit ab.

Säfte

Das Heilfasten

Vorbeugendes Heilfasten. Die dabei geplanten Fastenkuren dienen vor allem zur Prävention und erstrecken sich meistens über sieben bis zehn Tage. In dieser Zeit gibt es für den Fastenden nur eine sehr geringe Kalorienmenge. Maximal 500 kcal/Tag in Form flüssiger Nahrung sind das Ziel. Vor dem Beginn der Fastenkur sollte man auf Koffein, Alkohol sowie Nikotin verzichte und nur ca. 1 000 kcal zu sich aufnehmen. Um nach dem Heilfasten zum alltäglichen Essverhalten zurückzukehren, sollten drei Tage vorgesehen werden.

Wissenschaftlich belegt sind vorteilhafte Effekte des Heilfastens beim Metabolischen Syndrom, bei Rheuma oder psychosomatischen Krankheiten. Heilfasten sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Das Basenfasten

Die Alternativmedizin geht beim Basen-Fasten von der Entsäuerung des Körpers aus. Gemüse, Obst, bestimmte Nüsse und hochwertiges Lein-, Oliven- oder Rapsöl gelten dabei als “basische” Lebensmittel und sollten während eines Basen-Fastens ausschließlich zur Ernährung dienen. Basenfastende sollen mit Quellwasser und verdünnten Kräutertees ihren Durst stillen. Auch hier gilt: sich vorher genau informieren und begleiten lassen.

Mehr zum Thema Säure-Basen-Stoffwechsel findet Ihr in einem anderen Artikel von mir.

Intervallfasten

Dem Intervallfasten werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf den Stoffwechsel zugeschrieben. Es wird dabei, wie das Wort “Intervall” schon aufzeigt, tage- oder stundenweise auf Nahrung verzichtet. Das Ergebnis soll eine langfristige Gewichtsreduzierung sein. Es gibt dabei verschiedene Formen und Ansätze.

Verschiedene Studien haben indessen belegt, dass regelmäßiger Nahrungsverzicht das Risiko für verschiedene chronische Krankheiten senken kann. Dazu zählen Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Krankheiten und neurologische Krankheiten. Auch die Gehirnfunktion konnte durch intermittierendes Fasten positiv beeinflusst werden. Langzeitergebnisse oder-folgen wurden bislang noch nicht untersucht.

Rheuma

Fasten als Erlebnis?

Während einige gern in der Stille und für sich allein fasten, aus religiösen Gründen oder aus ganz persönlichen Gründen, ist für viele doch das gemeinsame Erleben und die fachkundige Begleitung wichtig und gut. Ein Erlebnisfasten wird von vielen daher vorgezogen und es berichtet, das die Motivation und der Wille wesentlich stärker dabei scheint.

Jeder sollte seinen, für ihn geeigneten weg zum Fasten finden und sich auf jeden Fall ärztlich vorab informieren.

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