Wieso wir unseren Körper oft übersäuern, was den Säure Basen Stoffwechsel beeinflusst und wie man sich selbst helfen kann.

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Uwe B. Werner

Fast jeder von uns kennt das Gefühl, wenn unser Gleichgewicht im Körper in Schieflage gerät. Wir fühlen uns dann unwohl, richtig “Sauer”. Man spricht von der Übersäuerung des Körpers, fachlich nennt sich das Ganze dann metabolischen Azidose.

Als metabolische Azidose bezeichnet man in der Medizin eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes und des Körpers (Azidose). Sie wird durch vermehrt im Körperstoffwechsel anfallende Protonen, durch deren verminderte Ausscheidung und/oder durch einen Bikarbonat-Verlust verursacht.

(Quelle Wikipedia)

Mögliche Gründe für eine Übersäuerung des Körpers

Wenn der ph-Wert im Körper also sinkt, das kennen wir im Prinzip aus dem Chemieunterricht, dann übersäuern wir. Man spricht zwar von einer Übersäuerung des Körpers und verwechselt das gern auch mal mit “Sodbrennen”, aber im Grunde geht es dabei vielmehr um die Übersäuerung des Blutes.

In unserem Blut herrscht normalerweise ein gutes Gleichgewicht zwischen sauren Anteilen (Säuren) und basischen Anteilen (Basen). Nur wenn beide Anteile, Säuren und Basen, im Gleichgewicht sind, kann unser Körper problemlos funktionieren.

Unser Körper kann im “Normalbetrieb” die überschüssigen Säuren abbauen, bzw ausscheiden. Doch nicht immer gelingt das auch. Das kann sowohl medizinische Gründe haben, wie chronische Nierenprobleme, Medikamenteneinnahme, schlecht eingestellter oder nicht erkannter Diabetes, lang anhaltender Hungerzustand uvm.

Gerade unsere Nieren sind ein starker Bestandteil der Regulierung des Säure-Basen-Stoffwechsels in unserem Körper. Durch unsere Nieren werden im überschüssige saure Anteile aus dem Blut mit dem Urin ausgeschieden und Basen (alkalische Anteile) wie das Hydrogencarbonat verstärkt zurückgehalten bzw. neu gebildet.

Säure Basen Stoffwechsel

Doch nicht nur grundlegend medizinische Gründe können die Ursachen sein. Unsere Ernährung ist ein starker Bestandteil unseres Säure-Basen-Gleichgewichts. Noch immer ernähren wir uns vielfach zu einseitig und zu eiweißhaltig. Egal ob Fisch, Fleisch, Ei oder Milch, es findet sich regelmässig reichlich in unserem Speiseplan. Dabei gilt es nicht diese teilweise ja sehr wertvollen Lebensmittel zu streichen, sondern ein Gleichgewicht zu eher eher basischen Lebensmitteln zu schaffen.

Was sind basische Lebensmittel?

Im Gegensatz zu den oben aufgeführten Lebensmitteln, welche die “saure” Bildung ankurbeln, kommen andere Lebensmittel “basisch” daher. Es sind dabei vor allem Lebensmittel mit einem  hohen Anteil an basischen Mineralstoffen vor allem Kalium, Magnesium und Calcium. Sie verfügen nur über einen geringen Eiweißanteil und werden in der Regel in unserem  Körper basisch verstoffwechselt. Das sind im Wesentlichen auf Obst, Gemüse, Kräuter und Samen.

Vor allem das Kalium – die organischen Kaliumsalze aus Früchten und Gemüse wie Kaliumzitrat, aber auch Calcium, Magnesium und Natrium sind für die Basenbildung im Körper verantwortlich. Das ist grob vereinfacht dargestellt, denn es gibt viel mehr Mineralien und Spurenelemente in den Lebensmitteln. Ein recht komplexes Thema also.

Einige Beispiele für Lebensmittel mit stark “sauren” Anteil:

  • Fleisch

  • Fisch

  • Milch

  • Getreideprodukte wie Nudeln, Brot und Gebäck

  • Kaffee und Limonaden

  • zuckerhaltige Süssigkeiten

Die Folgen einer Übersäuerung unseres Körpers

Die Folgen einer Übersäuerung sind kurzfristig Appetitlosigkeit, erhöhte Kaliumwerte, eine Insulinresistenz, Störung des Knochen- und Muskelaufbaus. Langfristig kann es zu einer permanenten Nierenschädigung führen. Hier gilt es rechtzeitig die Ursachen zu erkenne und dagegen vorzugehen.

Wie unser Körper gegen die Übersäuerung arbeitet

Unser Körper ist sehr sensorisch, merkt also schnell wenn das Säuren-Basen-Gleichgewicht aus den Fugen gerät. Er hat dann die Möglichkeit dieses Ungleichgewicht durch eine verstärkte Atemarbeit auszugleichen (respiratorische Kompensation). Wir atmen dann tiefer und schneller ein und  es kommt zur Hyperventilation. Auch dieses ist ein Warnsignal, welches nicht zu ignorieren ist.

Zink spielt eine große Rolle in der Regulierung des Stoffwechsels, da es sozusagen als Co-Faktor des Enzyms Carboanhydrase für einen normalen Säure-Basen-Stoffwechsel mitverantwortlich ist. Die organisch gebundenen Mineralstoffe werden vom Körper gut aufgenommen und erweisen sich als besonders verträglich. Zink kommt aber ausgerechnet im natürlichen Zustand genau in den Lebensmitteln vor, die für die Übersäuerung mit verantwortlich sind. Was tun?

Ausgewogene Ernährung und Ernährungsumstellung

Es gilt bei Symptomen einer ungleichgewichtigen Säure-Basen-Haushaltes einen Arzt aufzusuchen und durch einen Bluttest das Ungleichgewicht feststellen zu lassen. Nicht immer sind Medikamente notwendig. Vielfach trägt unsere Ernährung den größten Teil des Problems mit bei. Es gilt also sich ausgewogen zu ernähren und ggf seine Ernährung umzustellen.

Kalium ist einer wichtiger Bestandteil eines basischen Gleichgewichts. Sollte also eine Übersäuerung diagnostiziert werden, können wir selbst durch die Wahl unserer Lebensmittel schon einen wichtigen Einfluss auf das Gleichgewicht nehmen. Alle Lebensmittel, die KEIN tierisches Eiweiß enthalten wirken basisch auf uns.

Einige Beispiele für basische Lebensmittel:

  • Champignons

  • Feigen

  • Feldsalat und Fenchel

  • Kartoffeln

  • Grünkohl

  • Mangold

  • Petersilie

  • Spinat

  • Wallnüsse

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Hilfe für den Alltag

Ausgewogene Ernährung klingt toll. Nun kennen wir aber alle auch unseren Alltag und wissen, das es an vielen Tagen gar nicht möglich ist sich unbedingt richtig und gut zu ernähren. Viele von uns haben stressige Arbeitsalltage, sind viel unterwegs da bleibt die gute und richtige Ernährung leider oft all zu schnell auf der Strecke.

Nicht jeder trägt unbedingt eine Kartoffel bei sich, um jederzeit auf das Gleichgewicht in der Ernährung zu achten und die reine Zugabe von Zinktabletten trägt auch nicht zur Ausgewogenheit bei. Ignorieren ist schlecht, resignieren noch schlechter. Was also tun?

Es gibt viele Möglichkeiten, dazu zählt unter anderem auch die Nutzung von Basenpuffer mit Kalium-, Calcium-, Magnesium- und Zinkcitraten. Zudem werden dort noch pflanzliche Stoffe eingesetzt welche ebenfalls förderlich für die Basenbildung sind. Pfefferminze, Löwenzahn und Brennnessel sind da wertvoller als jedes kleine Steak.

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