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Eine Woche intensiv mit dem Google Pixel 8 Pro

Selten ist es mir so schwerer gefallen, ein eindeutiges Fazit zu einem Smartphone zu ziehen, wie beim Google Pixel 8 Pro. Es gibt sehr viel, was Google mit bei seinem neuesten Pixel Smartphone richtig gemacht hat. Es glänzt in wirklich vielen Punkten. Warum es mich am Ende dann aber doch nicht zu einem Wechsel von meinem Samsung Galaxy S23 Ultra überzeugen konnte, findet Ihr in diesem Artikel

Google Pixel 8 Pro

Der Lieferumfang des Google Pixel 8 Pro

Der Lieferumfang des Google Pixel 8 Pro *  ist wie bei fast allen aktuellen Smartphones überschaubar. immerhin legt Google ein USB-C auf USB-C Kabel bei, allerdings nur USB 2.0. Für ein selbsternanntes Flagschiff etwas enttäuschend. Ein Adapter auf USB-A für ältere Netzteile liegt ebenfalls bei. Ansonsten der übliche Papierkram, ein Eject-Tool, das war es auch schon. Nicht zu vergessen natürlich der Hauptakteur: das Pixel 8 Pro.

Die Verarbeitung und Haptik

Das Google Pixel 8 Pro ist das neueste Smartphone aus dem Hause Google, das mit seinen beeindruckenden Features die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Mit einer Kombination aus innovativer Technologie und elegantem Design verspricht das Pixel 8 Pro ein erstklassiges Nutzererlebnis.

So in etwa könnte ein Werbetext aus dem Hause Google klingen und er hätte damit nicht mal zu viel versprochen. Das Google Pixel 8 Pro ist mit seinen 6,7” gewiss nicht klein, aber durch das flache Display konnten die Ränder noch einmal anders gestaltet werden und es fühlt sich nicht nur absolut hochwertig an, sondern ich hatte es auch stets gern in der Hand. Das eher abgerundete Design und das matte Glas auf der Rückseite haben da sicherlich einen großen Anteil am Wohlfühlcharakter.

Google ist es gelungen, mit dem Pixel 8 Pro wohl eines der schönsten Smartphones in diesem Jahr auf den Markt zu bringen. Dass es trotzdem ziemlich groß ist, merkt man so richtig deutlich erst nach einiger Zeit. Obwohl der reine Unterschied zwischen meinem Samsung Galaxy S23 Ultra eigentlich nicht sehr groß ist, kommt das Pixel 8 Pro gefühlt kleiner daher.




Die Verarbeitung ist absolut hochwertig, auch wenn es nicht gelungen ist, den Übergang vom rückseitigen Glas in den seitlichen Rahmen ganz plan zu gestalten.

Mit der Farbe “Bay”, also einem Babyblau, hatte mein Gerät ein zusätzliches Highlight. Die Google Watch 2 in der passenden Farbe dazu: ein Eyecatcher.

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Durch das, man darf schon mit Recht sagen, ikonische Kameraelement, liegt es nicht nur ruckelfrei auf einer glatten Fläche auf, sondern die Kameras sind dadurch auch noch besser geschützt. Trotzdem empfiehlt sich ein Case, von denen Google selbst einige sehr gute Cases anbietet.

Einer meiner Kritikpunkte richtet sich an die Anordnung der Tasten. wer um alles in der Welt kam seinerzeit bei Google auf die lustige Idee, die Anordnung der Powertaste und der Lautstärke anders als im restlichen Universum anzuordnen?

Wer von Hause aus nur bei Google beheimatet ist, dem mag das nicht weiter stören, für jeden der aber von einem anderen Smartphone wechseln will, erschließt sich dieser Geistesblitz nicht. Auch nach Tagen kam ich immer noch durcheinander und für Screenshots über tasten muss man schon gelenkig sein. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal, sondern einfach nur nervig.

Von der 7er Reihe bei Google ist bekannt, dass die Tasten nach einigen Monaten schon ihren Druckpunkt verloren haben und wackelten. Hoffentlich hat das Google beim 8er besser gemacht. Man wird dies auch erst in einigen Monaten erfahren.

Google Pixel 8 Pro

Das Display

Beide Smartphones (Das Google Pixel 8 Pro, als auch das Samsung Galaxy S23 Ultra) setzen auf das neueste Gorilla Glass Victus 2 und bieten IP68 WasserbeständigkeitEinen Schritt weiter geht Samsung mit seinem Armor Aluminium-Branding, das angeblich besseren Schutz vor Kratzern und Stürzen bietet.

Mit der Spitzenhelligkeit von bis zu 2400 Nits hat Google da derzeit absolut die Nase vorn. Lustigerweise mit einem Display-Panel, das von Samsung hergestellt wird. Selbst im direkten Sonnenlicht bleibt das Display gut lesbar. Es ist knackig scharf und für mich eines der besten Displays derzeit.




Software und Sicherheit

Android 14 kommt bereits mit dem Google Pixel 8 Pro daher. Man mag reines Android mögen oder auch nicht, das ist wie bei allem reine Geschmackssache. Es gibt indessen durch etliche Möglichkeiten zur Anpassung, allerdings bin ich von meinem Samsung Galaxy S23 Ultra da ziemlich verwöhnt. Dort kann ich viel mehr individualisieren.

Das reine Android 14 auf dem Google Pixel 8 pro bringt eine fast ruckelfreie flüssige Geschwindigkeit mit sich. Obwohl der Tensor G3 gegenüber einem Snapdragon 8 Gen 2 im. reinen Benchmark klar unterliegt, schlägt er sich im Alltag gut. Unter Volllast, bei längeren Videoaufnahmen oder sehr grafisch intensiven Bearbeitungen, legt er mal eine Denkpause ein und das Gerät neigt dann auch dazu schneller heiß zu werden. Alles Dinge, die ein “Normalnutzer” kaum merken wird und die von meinem Samsung Galaxy s23 Ultra gar nicht kenne.

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Der Fingerabdrucksensor ist, trotz des massiv gesteigerten Preises, noch immer kein Ultraschall und es gibt bereits Berichte, dass es bei vielen Nutzern nicht zuverlässig funktioniert. Bei mir funktionierte er zu gut 90% durchweg. Die Gesichtserkennung ist zwar auch immer noch 2D, aber durch zusätzliche Tiefeninformationen soll sie besser und sicherer geworden sein. Trotzdem kommt hier das Google weder an Apple, noch an Samsung in Punkto Sicherheit heran.

Google Pixel 8 Pro

Kamera und KI beim Google Pixel 8 Pro

Samsung und Google verfolgen sehr unterschiedliche Ansätze zur Maximierung der Kameraqualität , und das gilt auch für diese Generation. Das Galaxy S23 Ultra verfügt über den ersten 200-MP-Sensor von Samsung, der wenig überraschend, gestochen scharfe, detaillierte Aufnahmen liefert. Das Pixel 8 Pro hingegen setzt auf einen 50-MP-Hauptsensor, allerdings in diesem Jahr mit besserer Lichtempfindlichkeit. Wie wir es jedoch von Google gewohnt sind, wird das Pixel 8 Pro seine Lücke in der Software mithilfe von Computerfotografie schließen.

Darüber hinaus verfügt das Pixel 8 Pro über eine 48-MP-Ultraweitwinkel- und eine 5-fach-Tele-Kamera. Samsung verliert hier das Megapixel-Rennen, packt aber einen zusätzlichen Sensor ein. Das Galaxy S23 Ultra bietet ein 12-MP-Ultraweitwinkelobjektiv, ein 10-MP-3x-Teleobjektiv und ein weiteres 10-MP-10x-Teleobjektiv. Letzteres bietet den Zoom mit der größten Reichweite aller Kamerahandys.

Die KI Fähigkeiten beim Google Pixel 8 Pro sind durchaus beeindruckend, doch wer die mal beiseite lässt, wird schnell auch enttäuscht werden. Die Kamera hat stets eine Verarbeitungssekunde, wie ich sie eigentlich nur von früheren Smartphones noch kenne. Für Foodblogger ist das Pixel gleich gar nicht geeignet, da es durch einen von hause aus zu kühlen Weißwert die Bilder von Essen eher tot aussehen lassen. Nur durch eine überzogenen Nachbearbeitung lassen sich dabei Bilder retten. Das samtweiche Bildfeeling, gerade auch im Food-Bereich, von meinem Galaxy S23 Ultra wird hier nicht erreicht.

Die KI kann erstaunliches, auch Funktionen wie der magisches Radierer nicht fehlerfrei sind. Hier fehlte mir dann auch der S-Pen zur wesentlich genaueren Bearbeitung. Größere KI Spielereien mache ich dann eh am Macbook. Für mich versucht Google mit den KI-Möglichkeiten zu angestrengt die fehlende Performance bei Kamera und Prozessor zu kompensieren.

Google Pixel 8 Pro

Die Videoqualität hat sich bei Google im Laufe der letzten Jahre deutlich verbessert. Trotzdem sehe ich da Apple und Samsung weiterhin deutlich vorn. Das Ändern des Zooms während Videoaufnahmen ist nicht wie bei Apple oder Samsung, smooth, sondern springt unverständlicherweise zwischen den einzelnen Brennweiten und Linsen stark. Das können selbst Billiganbieter heute schon besser.

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Google Pixel 8 Pro

Der Akku

Das Pixel 8 Pro und das S23 Ultra verfügen mit rund 5.000 mAh über nahezu identische Akkukapazitäten, aber man darf hier keine vergleichbare Ausdauer erwarten.

In meinem Alltag liefert das Galaxy S23 Ultra gut zwei volle Tage gemischter Nutzung mit sechs bis acht Stunden Bildschirmzeit. Dem Pixel 8 Pro mit ähnlich großem Akku ging innerhalb eines Tages die Puste aus.

Wirkliches Schnellladen können beide Smartphones nicht bieten, Dennoch ist Samsung hier mit seinen 45 Watt noch etwas schneller.

Google Pixel 8 Pro

Mein Fazit

Es gäbe sicherlich noch weitere Vergleichspunkt, wie Updatepolitik etc, aber da schneiden beide gegenüber den restlichen Mitbewerbern sowieso schon gut bis sehr gut ab.

Das Google Pixel 8 Pro konnte mich vielfach begeistern. Optik, Haptik, Display, alles wie man es sich kaum besser wünschen kann. Im Punkto Akkulaufzeit, Prozessor und vor allem Kameras aber musste es sich geschlagen geben.

Am Ende kommt es natürlich darauf an wozu und wie man sein Smartphone nutzt und da ist das Gesamtpaket meines Samsung Galaxy S23 Ultra einfach für mich doch überzeugender.

Hätte das Google einen ähnlichen Preis wie im letzten Jahr, hätte ich es wohl entschiedener empfehlen können, doch wer preislich ganz oben mitspielen will, der muss da auch liefern und hier fehlte mir dann doch noch einiges.

Google Pixel 8 Pro

Noch ein Wort zur Google Watch2

Auch die Google Watch 2, welche im Paket mit dem Pixel 8 Pro daherkam, musste sich meiner täglichen Smartwatch, der Galaxy 6 Classic stellen. Auch hier überzeugte das Design, allerdings enttäuschten die nach wie vor dicken Displayränder und vor allem aber die wenig angebotenen Apps und ganz klar die Akkulaufzeit. Während mein Galaxy Watch 6 indessen locker auf 2 Tage kommt, brachte es die Google Watch 2 nicht über einen Tag. Auch hier ist noch Luft nach oben.

Kabelloses Laden ist nun nicht mehr möglich. Google erklärt, durch das 4-Pin-ladekabel würde die Uhr ja schneller laden u8nd verkauft uns das als positive Neuerung. Das für alle mit einem Ladepad oder die ihre Smartwatch gern auch mal unterwegs über ihr Smartphone aufladen, wie ich das mit meinem Samsung gern mache, ist das ein Schritt zurück. Nun muss man das Ladekabel  nutzen und mit sich führen… Keine kaufempfehlung.



Google Pixel 8 Pro

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