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Virtueller Sport

Für alle unter uns die eigentlich totale Sportmuffel sind aber zumindest Technikaffinität mitbringen, gibt es schon länger eine alternative Sportwelt.

Es war niemals leichter ein erfolgreicher Sportler zu sein wie heute. Wieso das, fragen sie mich? Nun für alle unter uns die eigentlich totale Sportmuffel sind aber zumindest Technikaffinität mitbringen, gibt es schon länger eine alternative Sportwelt. Worauf ich hinaus will ist natürlich E-Sports. Der moderne Wettkampf, der lediglich unsere Daumenmuskeln beansprucht. Das Aufwärmen per Däumchen drehen kann bereits auf dem Weg von Arbeit machen. Kann man bereits überall durchführen. Dann heißt die Konsole oder den PC anschmeißen und los geht’s.

Dabei ist der Begriff Sport sehr weit zu fassen. Inhaltlich kann dies nämlich auch das Abschlachten von virtuellen Mitspielern bedeuten oder Armeen gegen andere Horden in den Kriegschicken. Überall gibt es wie im körperlichen Sport Meister ihres Faches. Wer einmal den Profis beim Zocken zu gesehen hat, der wird meine Behauptung nicht mehr so abwegig finden. In Zukunft so vermuten Evolutionsforscher werden einige von uns großen Daumen haben, da es sich als Vorteil erweisen wird, diese Muskeln zu trainieren. Andererseits könnte demnächst auch die Controllersteuerung durch eine ganze andere Bedieneroberfläche abgelöst werden. Dann fuchteln wir wie Toni Stark (Iroman) mit den Armen herum und steuern holografische Oberflächen.

Doch selbst die VR Technik wird die Interaktion mit dem virtuellen prägend verändern. Wenn es ganz schlimm, dann wird sich nur noch Mental batteln. Um in virtuellen Spielen geistig mithalten zu können, könnten dann die Kreativen oder Intelligenten unter uns wieder die Oberhand gewinnen. Doch nun wieder zum hier und jetzt.

Mittlerweile gibt es anerkannte E-Sports Meisterschaften. Dieser Sport ist Dauermord für die Finger oder die Augen, aber bald beliebter als die echten Sportarten.

Kaum Verletzungsgefahr und hochdotierte Preisgelder locken. So mancher Teenager weiß gar nicht, ob er sich erst im örtlichen Fußballverein noch anmelden soll oder in das neuste FIFA investieren sollen. Natürlich gehören auch Strategie Spiele, wie es einst das Schachspielen war zur Sportwelt. Doch Strategie Spiele, je nachdem welche man spielt, werden mittlerweile so schnell gezockt, dass man sie nur noch schwer mit dem trägen Schach vergleichen, kann. Die Kenntnisse über die Stärken jedes Teams oder einer Einheit sind hier Gold wert. Danach muss man nur noch strategisch über den Einsatz entscheiden. Zum Sport gehört mittlerweile auch das Pokern.

Hier zählen Fähigkeiten wie Bluffen und Menschenkenntnis bzw. das Lesen von Menschen zu Must-Haves und Pokern erfährt hohe Beliebtheit. Anders als Roulette oder den Einarmigen Banditen zu bearbeiten, scheint man hier das Glück in der eignen Hand zu empfinden. Die Psychologie des Gegenüber zu kennen und Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, hat vieles mit Börsen und Spekulationen gemeinsam.

Die ganze VR steckt noch in den Kinderschuhen, doch der Traum für einen Trekki wie mich wäre eine solche virtueller „Raum“ natürlich traumhaft. Dann werden wir wenigstens nicht zu einem buckeligen fetten Lebewesen mit superstarken Daumen verkommen. Ein Manko der virtuellen Sportler ist, sie können ihre sportlichen Leistungen nicht wirklich präsentieren. Man kann zwar immer die Verbindung zwischen Controller und gesteuerten Objekten auf dem Bildschirm herstellen. Man könnte aber auch leicht faken was dort geschieht. So scheint es. Das habtische der virtuellen interaktionen fehlt etwas. Was wen die KI demnächst ähnlich hoch performt. Im Schach hat man diese schon Menschheit schon besiegt. Doch sei es ihnen gestatten es Sport zu nennen. Sport minus Wettbewerb ist auch nur Spielen.

 

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