Warum es sinnvoll sein kann die eigene Permalink Struktur zu ändern und wie man bei bestehenden Blogs am Besten damit umgeht und was es zu beachten gilt

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AUTOR

Uwe B. Werner

Der Permalink für eine Webseite wird oft unterschätzt. CMS legen ihn meist automatisch an und zu wenige machen sich Gedanken über die Struktur, die Möglichkeiten und die Folgen eines schlecht gewählten Permalinks.

Als ich mit meinem Blog begann, war das nicht viel anders. Eine “sprechende URL” war mir noch geläufig zu der Zeit, doch viel mehr eben auch nicht. Ich wählte also die mir sinnvoll erscheinende Kombination:

 https://www.deinedomain.de/2016/08/14/ich-bin-ein-titel/ 

Erst viel später wurde mir bewusst, dass etliche Artikel durchaus nichts an Aktualität einbüssen, auch wenn sie schon Monate oder Jahre alt sind. 2016 einen Artikel aus 2014 in den sozialen Netzwerken zu verlinken, macht allerdings keinen so guten Eindruck.

Ich könnte den Artikel neu setzen, dazu dann eine passende 301 Weiterleitung und in einem Jahr ggf. wieder und schon hätte ich mir eine wunderbare Weiterleitungsschleife gebaut und würde irgendwann wohl gar nicht mehr durchblicken.

Eine Alternative dazu war den kompletten Permalink der Webseite zu ändern. Dies lässt sich zwar grundsätzlich in verschiedenen CMS einfach per Klick gestalten, doch Vorsicht ist angeraten!

Einfach mal die Permalink Struktur ändern?

Wer einfach seinen Permalink ändert, riskiert eine Menge Fehlermeldungen. Teilweise werden Änderungen der Struktur vom CMS erkannt, doch bei über 500 Artikeln ist die Menge an nicht gefundener Seiten einfach zu groß.

Was ist zu tun? Natürlich kann ich mich hinsetzen und in mühevoller Kleinarbeit alle Artikel manuell über einen 301-Eintrag weiterleiten. Die Frage ist: Will ich das? Nein.

Die htaccess würde unverhältnismäßig aufgebläht und das Ganze über ein Plugin zu lösen, würde es ebenfalls nicht besser machen.

Regeln erstellen

Das es auch einfacher geht, zeigt der Herausgeber des SEO-Plugins Yoast in einem kleinen kostenfreien Tool. Hier geht es darum die bisherige Permalink Struktur, z.B. meine oben dargestellte, in eine Struktur nach folgendem Muster umzustellen:

 https://www.deinedomain.de/ich-bin-ein-titel/

Die Datumsangaben sollen also verschwinden und der Beitragstitel mehr Gewicht erhalten. Dies ergibt natürlich nicht grundsätzlich für alle Blogs Sinn. Wer z.B. für einen Verein die Vereinsgeschichte in Blogform veröffentlicht, dem ist sehr wohl an einem Datumsformat in der Permalink Struktur gelegen. Es gilt vorher abzuwägen, wie zeitlos die Inhalte letztlich sind.

Im Gegenzug gilt: wer auf Datumsangaben oder Kategorieangaben in der Permalink Struktur verzichten kann, wird seine Seite, gerade bei einer größeren Anzahl von Beiträgen, weniger stark ausbremsen. Dies empfiehlt auch Google seit längerem.

Wer zudem nicht unbedingt vor hat in den Google News gelistete zu werden, benötigt keine Artikel-ID im Permalink. Es gilt lediglich auf einzigartige Titel zu achten.

Wie ich meinen Permalink nachträglich umstellen kann

Über das kleine Online-Tool bei Yoast wird mit Hilfe der getätigten Angaben der bisherigen Struktur letztlich eine einzige Befehlszeile für die htaccess erzeugt. Diese sollte dort an allererster Stelle eingefügt werden.

Das Ganze schaut dann so aus:

RedirectMatch 301 ^/([0-9]{4})/([0-9]{2})/([0-9]{2})/(?!page/)
(.+)$ https://www.deinedomain.de/$4

Zu beachten sind noch bisher eingerichtete 301-Weiterleitungen in der htaccess oder in einem Plugin, da diese dann noch auf die alte Struktur zurückgreifen.

Das Problem, welches man bei einer rein manuellen Umstellung z.B. mit verlinkten Artikeln auf Facebook hätte, welche in der alten, datumsbasierenden Struktur, abgespeichert sind, hat man durch diese automatische Umstellung ebenfalls nicht mehr.

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