Leben & Arbeit

Über das Loslassen

Warum fällt es uns so schwer loszulassen? Warum wollen wir Menschen, Gegenstände, Augenblicke an uns binden, wohl wissend wie vergänglich das Leben doch ist? Warum glauben wir einen Teil der Ewigkeit beanspruchen zu können, hoffend schöne Dinge im Leben konservieren zu dürfen?

Sind wir so kurzsichtig, dass wir nicht einsehen können, dass nur eben jene Momente, Dinge, Menschen, Gefühle so besonders wertvoll und einmalig für uns sind, weil sie eben nicht ewig, sondern vergänglich sind.

Schönheit, Glück, das ewig währt verliert den Glanz des Besonderen, den Charme seiner Einmaligkeit und verkommt zum Gewöhnlichen, Banalen.
Loslassen ist schwer, manchmal erscheint es uns geradezu unmöglich und doch ist es ein Teil unseres Lebens, unseres Weges durch die Zeiten. Es will gelernt sein und ist eine größere Herausforderung als das Erringen der Dinge!

2 Kommentare

  • Woher kommt die Sehnsucht nach dem Ewigen, wenn es in unserer Welt der Vergänglichkeit nicht zu finden ist?

    Erinnert mich an Goethe:
    „Wär nicht das Auge sonnenhaft, // die Sonne könnt es nie erblicken. // Läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft, // Wie könnt uns Göttliches entzücken?“ – Johann Wolfgang von Goethe, Zahme Xenien

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