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Pixoona – das bessere Pinterest oder mehr?

Update: Der Dienst wurde zum 13.März 2016 eingestellt.

Gestern flatterte eine Einladung zu „pixoona“ in mein Mailpostfach. Der Name sagte mir vorher gar nichts. Ums Bilder taggen ginge es. Das sagt alles und nichts und da die Seite derzeit noch in der geschlossenen Beta-Phase steckt, wurde ich neugierig.

Die Anmeldung ist relativ einfach (vorausgesetzt man hat derzeit einen Invite) und geht wahlweise automatisch über Facebook, Twitter oder manuell. Schnell wird eine nicht zu übersehende Ähnlichkeit mit Pinterest sichtbar. Beide nebeneinander gestellt sehen etwas spiegelverkehrt, aber sonst ziemlich gleich aus. Im Grunde geht es auch um das gleiche: Bilder werden von verschiedenen Webseiten getaggt und so auf pixoona eingefügt. Dort können sie von anderen gesehen und kommentiert werden.

Wie bei Pinterest auch kann man hier Bilder aus einem eigenen Webshop promoten und so zusätzliche Käuferschaften gewinnen. Ein Geschäftsmodel zur Teilung von Erlösen liegt ebenfalls vor, ist aber noch etwas besser erklärbar.

Speziell für WordPress-User gibt es ein Plugin, welches in die eigene WordPress-Seite eingebunden anderen Pixoona-Usern es einfacher machen soll, auf der Seite Bilder zu taggen. Bei meinem Kurztest sah ich allerdings keinerlei Änderungen gegenüber der Nichteinbindung.

Eine Browser-Erweiterung ist eine Voraussetzung um überhaupt Bilder taggen zu können. bei der Installation zuckt man unwillkürlich etwas zurück,wenn da steht, das die Erweiterung auf alle meine daten zugreifen könne. Eine etwas bessere Erläuterung wäre hier noch angebracht.

Auch von Foursquare gibt es etwas bekanntes. Bestimmte Erfolge sind erreichbar und werden mit entsprechenden Grafiken im Profil belohnt. Der spielerische Anreiz ist sicherlich da.

Das Taggen funktioniert bei den meisten Seiten, selbst auf Google+.  Auch Facebook soll funktionieren, lies sich in meinem Test allerdings nicht umsetzen. Noch ist alles Beta und vieles hakt noch etwas. Die Browsererweiterung lies mein Chrome teilweise ziemlich gebremst arbeiten und die Frage auf welche sensiblen daten dabei dann auch zugegriffen wird, ließ sie mich schließlich wieder entfernen.

Mein Fazit: eine doch deutliche Kopie von Pinterest, mit netten Erweiterungen Richtung Facebook & Co. Ein deutsches Unternehmen mit sichtlich Spaß an der Arbeit. Warum man den Blog nicht direkt über die Seite erreicht, ist mir allerdings etwas schleierhaft. Für mich war es ein interessanter Test, aber ich werde dennoch bei Pinterest bleiben. Die Browsererweiterung macht dann doch keinen rechten Spaß.
Zumindest in der Beta ist es trotz Link in den Einstellungen, wohl noch nicht möglich sein Konto zu löschen… :/ Auch eigene gepinnte Bilder sind nicht wieder zu entfernen. Eine Kontaktmöglichkeit zum Support, so es so etwas geben mag, findet sich ebenfalls nicht. Nur über das Impressum kann man das Team dann anschreiben. Da sollte noch allerhand nachgebessert werden.

Und hier noch ein paar Bilder dazu:

 

 

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