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Periscope – Live Streaming für alle von überall

Periscope

Twitter hatte mit dem Kauf von Periscope wohl den richtigen Riecher. Live Streaming von überall von jedem für jeden, das ist in Zeiten großer Bandbreiten und steigenden Datenvolumens durchaus möglich. Die Lust am Dabeisein, am berichten, am teilen, zeigt sich seit Jahren in Twitter und Pinterest. Da war der nächste Schritt hin zum Videostream wohl nur logisch.

Die kostenfreie App zeigt einem nicht nur alle Livestreams an, man kann sich guter alter Manier anderen Nutzern folgen oder selbst eine Followerschaft aufbauen. Praktischerweise muss man sich nicht erst durch die Welt suchen, sondern bekommt mit dem verbundenen eigenem Twitterkonto schnell Vorschläge. Die Logik dahinter ist einfach: Wem ich bei Twitter sowieso schon folge, dessen Streams werden  ich wahrscheinlich auch am meisten interessieren.

Die Technik ist auf dem Stand der Zeit, ab und an verabschiedet sich mal ein Bild oder der Ton ist nicht ganz synchron, doch das erleben wir selbst bei den hochtechnisierten TV-Anstalten immer mal wieder.

Dabei ist Periscope längst mehr als reine Spielerei. natürlich kann ich mir den Sonnenuntergang aus Florida live anschauen, aber viel wichtiger und zukunftsträchtiger sind wohl Streams von Veranstaltungen; Meetings etc. So kann ich das Gründerfrühstück in Leipzig verfolgen, ohne selbst dabei zu sein.

Und dabei kommen wir dann auch schon an die rechtlichen Grenzen des Hypes. Live-Übertragungen per Streaming-Apps wie Periscope von Veranstaltungen können schnell das Urheberrecht oder Nutzungsrecht verletzten. Dies kann durchaus rechtliche und finanzielle Folgen haben. Wer Konzerte streamt, TV-Events oder ähnliches, kommt zwangsläufig zur Konkurrenz mit anderen Anbietern (z.B. TV-Anstalten), die teilweise teure Sendelizensen erworben haben.

Damit der Schuss also nicht nach hinten losgehen kann, sollte man sich da im Vorfeld Gedanken machen.

 

 

 

Live Streaming ist dabei zumeist schneller als jede andere herkömmliche Berichterstattung, ja oft auch direkter und deutlicher als selbst Twitter.

Ich würde jetzt nicht soweit gehen, wie einige Nachrichtenblogger oder gehypte Medienmagazine und den Untergang des Vollzeitjournalismus herbeireden, aber es wird die Möglichkeiten der Nachrichtenrecherche auf lange Sicht hin sicherlich verändern können.

Der große weitere Vorteil liegt zweifelsohne in der Interaktivität des Dienstes. Zuschauer können die Sendung kommentieren und so ggf auch Einfluss auf den Stream nehmen. Die Frage des Umgangs mit Kommentar-Trollen wird sich aber auch hier stellen müssen.

Periscope

Wer die Streams nicht nur unbedingt am Smartphone verfolgen möchte, hat schon im Browser eine erste rudimentäre Möglichkeit dazu. Sicherlich werden weitere Angebote dieser Art, ggf auch Desktop-Clients, folgen. Der Hype hat ja gerade erst richtig begonnen…

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