Gesundheit

Kasein – Casein Unverträglichkeit

Kasein

Wenn Milch zur Qual wird

Es ist erst wenige Jahre her, seitdem die Kasein Unverträglichkeit in der Schulmedizin ihren Platz fand und Ärzte diese Unverträglichkeit nachweisen können. Zuvor war es oft ein Rätselraten, eine Qual für die Betroffenen und eine Einschränkung der Lebensqualität. Allzuoft wurde fälschlicherweise auf eine Laktose-Intoleranz getippt oder mehrfache Darm- und Magenspiegelungen veranlasst. Noch 2010 konnte das Krankheitsbild kaum richtig zugeordnet werden. Es gehörte schon viel Glück dazu an einen Arzt zu geraten, dem Kasein und dessen Unverträglichkeit etwas sagte.


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Diese Zeiten sind zum Glück vorbei und heutzutage lässt sich längst auch der medizinische Nachweis einer solchen Unverträglichkeit erbringen. Die Symptome zu deuten ist jedoch noch immer nicht ganz einfach.

Doch was ist Kasein eigentlich und wie zeigt sich eine Unverträglichkeit?

Kasein (oder auch Casein) ist der Proteinanteil der Milch. Quark und Käse erhalten zum Beispiel ihre feste Form durch die Gerinnung des Kasein. Bei einer Unverträglichkeit wird oft und schnell auch von einer Kuhmilchallergie gesprochen, wobei es zwischen Allergie und Unverträglichkeit schon zu unterschieden gilt.

Da Kasein auch und oft als Bindemittel für die Herstellung von Lebensmitteln genutzt wird, finden wir es unwissentlich selbst in Wurstwaren wieder.

Kasein

Wie sich die Unverträglichkeit äußert

Ich war nie das, was man als großen „Wurstesser“ bezeichnet. Käse war meine bevorzugte Alternative. Überhaupt waren Milchprodukte ein fester Bestandteil meiner täglichen Ernährung. Schnittkäse, Weichkäse, Jogurt und vieles mehr fanden sich immer gern bei mir im Kühlschrank.
Überhaupt hatte es mir Milch angetan und ein halber Liter Milch trank sich mal eben so weg. Und Eis geht doch eigentlich immer oder?

Unverträglichkeiten waren für mich damals noch kein Thema, aber immer öfter merkte ich, wie mein Magen und Darm zu rebellieren begannen. Im Laufe der Zeit über mehrere Jahre entwickelte sich eine fast permanente leichte Übelkeit, Magenschmerzen, Druckgefühl, Durchfall…


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Noch konnte ich keinen Zusammenhang erkennen. Ich suchte verschiedene Ärzte auf und eine Tortur begann …
Auf Reizdarm wurde untersucht, auf Magengeschwüre, Darmerkrankungen, alles mögliche wurde getestet, Blut abgezapft, Atemkontrolle und zur Krönung gleich mehrfache magen- und Darmspiegelungen. Alles mit dem Ergebnis: „Sie haben nichts“.

Das solch ein Verlauf nicht nur körperlich sehr anstrengend ist – selbst als ich nur noch schmale Diät zu mir nahm, hörten die Beschwerden nicht auf – sondern auch seelisch strapaziert, kann man sich sicherlich vorstellen.  Übelkeit und Magenschmerzen bildet man sich ja eher selten nur ein.

Kasein

Kasein Unverträglichkeit und wie gehe ich damit um?

Da es zu damaligen Zeit noch keinen schulmedizischen Nachweis gab, war mein Glück an eine Ärztin zu kommen, welche über alternative Allergiebestimmungen mein Problem erkannte.

Ab sofort hieß es erst einmal: weg mit der Milch, Schluss mit Käse und über Eis reden wir mal nicht mehr. Es sollte beweisen und bewies letztlich, dass genau das Kasein meine Probleme verursacht hatte.

Doch wie sollte es weiter gehen? Ein Leben ohne Milch? Für mich zumindest schwer vorstellbar. Da ich auf Soja ebenfalls schlecht reagierte, kamen Mandelmilch, Ziegenmilch und Hafermilch zum Testen an die Reihe. Nichts davon konnte mich wirklich begeistern.

Schließlich begannen wir über eine Desensibilisierung zu sprechen. Auf diesem Gebiet war es damals noch Neuland. Langsam, in kleinen Dosen begann ich meinem Körper wieder an Milchprodukte zu gewöhnen. Bis heute habe ich es geschafft, viele Käsesorten ganz ohne Probleme essen zu können. Auch Eis, wenn es nicht gerade täglich ist, und Milch dürfen durchaus wieder sein.  Einiges bleibt mir allerdings nach wie vor verwehrt: Frischkäse, Sahne, Schmelzkäse sind nach wie Problemfälle, aber damit lässt es sich doch leben.

Es muss nicht immer Reizdarm sein

Auch wenn das Thema längst in der Schulmedizin angekommen sein sollte, wissen  noch immer viele nicht die Symptome richtig zu deuten. Noch viel zu oft werden solche Beschwerden als Reizdarm abgetan.

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