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Fenix Twitter App für Android in der Vorstellung

Fenix Twitter App

Nach meinem Umstieg vom iPhone zum Samsung Galaxy S6, fand ich die meisten bisher unter iOS genutzten Apps auch unter Android wieder.  Dazu gibt es auch einen Podcast bei Podmate.

Es gab wirklich nur wenige Apps, die ich auf Android vermisste. Tweetbot, den ich zuletzt unter iOS getestet hatte, gehört sicherlich nicht dazu. Für den Preis wünschte ich mir doch mehr Einstellungsmöglichkeiten, gerade auch was den eher gruseligen Sound angeht. 2015 erwarte ich da etwas mehr für solch einen Preis.

Die hauseigene Twitter App unter iOS war ganz brauchbar, gefällt mir unter Android aber auf Grund der anderen Anordnung verschiedener Funktionen, nicht sonderlich. Es bleibt mir ein Rätsel, wie unterschiedlich eine und die gleiche App auf beiden Systemen, iOS und Android, ausschauen und funktionieren kann. Das gibt es sehr viel Potential für Verbesserungen.

Was also nun nutzen für Twitter?

Auch auf Android ist die Auswahl groß, eigentlich ist sie sogar größer, was allerdings nicht unbedingt auch etwas über die Qualität aussagt.

Tweetcaster kannte ich bereits vom Tablett, wo es wirklich Spaß macht. Auf dem Galaxy S6 bleibt davon leider wenig übrig. Plume for Twitter konnte mich nicht recht auf Dauer überzeugen. Talon for Twitter dagegen überzeugt viele Nutzer und war auch lange Zeit mein Favorit, kostet aber fast genauso viel und wegen fehlender Hashtags-Vorauswahl und anderen Dingen, konnte es letztlich doch nicht bei mir punkten. Nach dem eher enttäuschendem Ergebnis mit Tweetbot wollte ich nun eigentlich nicht schon wieder Geld ausgeben, doch nach einer überzeugenden Empfehlung von einem Twitter-Kollegen entschied ich mich doch Fenix einmal eine Chance zu geben.


Vorneweg: 5,49 € für eine App ist nicht gerade günstig. Was das angeht, spielt Fenix in einer Liga mit Tweetbot.

Damit gehören meiner Meinung nach die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Es ist nie alles Gold was glänzt und auch bei Fenix finde ich einige Dinge, die man verbessern könnte oder die ich eigentlich längst erwarten würde. Trotzdem überwiegen die positiven Eigenschaften, so dass es die App auf den Homescreen geschafft hat.

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Fenix Twitter App

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Fenix Twitter App

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Der erste Eindruck von Fenix

Was mich an vielen Umsetzungen von Twitter Apps für Android gestört hat, war das entweder tief dunkle oder quietschbunte Design,welches nur selten verändern ließ. Hier punktet Fenix eindeutig. Die App kommt mit drei vorinstallierten Themes (Hell, Dunkel, Schwarz) daher. So kann man zum Beispiel aus verschiedenen Layouts, Schriftgrößen, Textstilen und passenden Linkfarben auswählen. ich selbst bin ein Freund heller Optiken und habe mir Fenix entsprechend so auch angepasst.

Auch lässt sich in der Timeline die Vorschau der Medien (Bilder oder Videos) in verschiedenen Größen darstellen. So kommen Bilder erst richtig zur Geltung. Mag aber nicht jeder und so kann man Bilder auch komplett in der Darstellung abstellen.

 

Fenix Twitter App

Für die Darstellung von Browserinhalten lässt sich ein App-interner Browser verwenden, ansonsten wird der Standardbrowser des Smartphones hinzugezogen. Meinen ersten Erfahrungen lädt der interne Browser schneller und die Darstellung ist völlig genügend.

Aktualisierungsintervalle lassen sich ebenso festlegen wie Echtzeit-Updates und ob diese nur bei WLAN-Anbindung durchgeführt werden sollen.

Der Tweet-Marker ist für mich weniger interessant,aber z.B. zusätzlich ein Tablett nutzt, wird diesen integrierten Service wohl zu schätzen wissen, weil man geräteübergreifend an der zuletzt gelesenen Stelle weiter lesen kann.

Die Handhabung von Fenix

Es dauert eigentlich keine Minuten bis man mit Fenix vertraut ist. Es ist sehr intuitiv nutzbar. Ein kleiner Klick auf einen Tweet öffnet ein horizontales Menü, über das man direkt auf Tweets  antworten, die Nachricht retweeten, favorisieren, teilen oder übersetzen können.

Wer den Tweet ausführlicher oder die Konversation dazu lesen möchte tippt länger oder mehrfach drauf. Das Schöne ist, ich kann mir das Einstellen, was wann geschieht. Jeder wie er es mag. So kann ich ganze Gesprächsverläufe leicht nachlesen.

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Fenix Twitter App

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Fenix Twitter App

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Das Menü öffnet sich durch eine leichte Wischgeste von links. Überhaupt kann man bei Fenix leicht durch alle Spalten hin- und herwischen. das ist bequem, hat bei mir aber erstmal etwas Gewöhnung gebraucht.

Im Menü kann ich nicht nur, so vorhanden, zwischen mehreren Accounts wirklich sehr schnell und einfach hin- und herschalten, sondern es werden mir auch ungelesene Tweet, neue Erwähnungen und Aktivitäten (Follower, Favoriten und Retweets) angezeigt.

Leider wird in der Timeline selbst oben nur die Anzahl der noch ungelesenen Tweets angezeigt. Wünschenswert wäre dort sicherlich auch eine direkte Anzeige z.B. von Erwähnungen etc. Wer eine Benachrichtigung dazu nicht wahrgenommen hat und nicht ins Menü schaut, bekommt das sonst womöglich gar nicht mit. Einer der wenigen Kritikpunkte.

Wo wir gerade bei Kritik sind. Landscape, also im Querformat, besitzt Fenix leider keine eigene Darstellung, sondern alles wird einfach nur in die Breite gezogen. Ich selbst nutze das so zwar nicht, aber mag es der Vollständigkeit halber erwähnen.

Das Twittern mit Fenix

Twitter lebt auch viel von der Nutzung von Hashtags. Um so mehr verwundert es mich, das viele Apps für Twitter im Schreibmodus nicht gleich ein # anbieten. Da muss es tatsächlich mühsam über die Tastatur eingeben. Ein k.o-Kriterium für mich.

Fenix bietet hier einen aufgeräumten Schreibmodus der sowohl @ für Erwähnungen als auch # für Hashtags beinhaltet. Für beides gibt es schon nach der Eingabe des ersten Buchstabens eine Vorschlagsfunktion.  Auch der Standort lässt sich auf Wunsch bequem an- und abschalten, Fotos per Aufnahme oder aus der Galerie einfügen.

Auch Entwürfe lassen sich hier bequem verwalten und löschen. Der ganze Bereich wirkt durchdacht und aufgeräumt. Ähnliches gilt für DM (Direktnachrichten) Leider lassen sich hier anscheinend bislang wohl nur Einzelnachrichten versenden.

Widgets

Fenix kommt mit zwei Widgets für den Android-Homescreen daher. Man kann so entweder eine Schnell-Zugriffsleiste für neue Tweets, die eigene Timeline, Erwähnungen oder Eure privaten Nachrichten darstellen. . Alternativ erhaltet Ihr eine direkte Live-Vorschau auf die Timeline eines beliebigen Accounts.

Für mich weniger interessant, da ich zumeist die App an sich öffne oder schon über Benachrichtigungen über den Sperrbildschirm weiß, was mich erwartet.

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Fenix Twitter App

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Fenix Twitter App

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Die Mute Funktion

Hashtags oder auch andere User können mitunter doch recht nervig werden. Muten hilft hier, nur leider ist diese Funktion nicht bei jeder App verfügbar oder nur umständlich zu nutzen.

Hier punktet Fenix in Sachen Einfachheit. Für mich war der Sonntagabend bisher immer Twitter-frei-Zone, da meine halbe Timeline sich sekündlich über den laufenden #Tatort austauschte. Ähnliches bei anderen Sendungen, wie Bauer sucht Schwiegermonster oder so. Ein einfaches längeres drücken auf den Hashtag öffnet ein kleines Kontextmenü, wo ich ihn unter anderem auch einfach muten kann. Fertig der Salat.

Auch User kann ich bequem muten, entfolgen, retweets abschalten, als Spam melden oder ganz blockieren, indem ich einfach auf das Avatar klicke und rechts oben das Menü finde.

Mein Fazit

Auch wenn es durchaus ein paar Punkte gibt, die ich noch nicht optimal finde und der Preis nicht jedermanns Sache sein dürfte, kann ich Fenix trotzdem gut empfehlen. Es ist wohl die derzeit beste Twitter-App für Android und ich hoffe auf eine rege Weiterentwicklung.

Wer mal nicht weiterkommt oder auf dem Stand der neuesten Entwicklungen bleiben möchte, für den sei auch die passende Google+-Community für Fenix empfohlen.

=> Fenix im PlayStore

Update (17.11.2015)

Nach drei Wochen Dauertest erweist sich Fenix als alltagstauglich, sehr schick, aber leider als absoluter Akku-Fresser. Er übertrifft in Messungen sogar die allseits als stromhungrig bekannte Facebook-App. Dies liegt zum großen Teil in der Hintergrundarbeit der App. Wer Bilderanzeige und Echtzeitupdates ausschaltet, kann den Akkuverbrauch deutlich denken, aber will man das wirklich machen?

Für mich ist die Erkenntnis enttäuschend und bis dem Problem von Seiten der Entwickler Herr geworden wird, teste ich andere Twitter Apps für Android.

Wahl-Leipziger / Blogger, Fotografiebegeistert, ehemaliger Podcaster. In diesem privaten Blog beschäftige ich mit Dingen wie Musik und Software, aber auch mit der Fotografie - Dinge also, die mir Spaß machen und etwas bedeuten. Du findest mich auch auf Google+, Facebook, Twitter und Pinterest

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