Gesundheit

Energy Drinks – Was zu beachten ist

Sie sind heutzutage kaum mehr wegzudenken und speziell junge Leute scheinen überproportional oft zu diesen Muntermachern und Energiespendern zu greifen. Und obwohl wenig Zweifel bestehen, dass, zumindest kurzfristig, aufgrund des hohen Koffein- und Zuckergehalts, von ihnen eine leistungssteigernde und konzentrationsfördernde Wirkung ausgeht, ist unter Wissenschaftler und Ärzten die Diskussion ausgebrochen, ob bei diesen Wachmachern nicht doch die negativen Folgen langfristig überwiegen und gar ein Verkaufsverbot für Jugendliche sowie Minderjährige zu empfehlen ist.

Speziell in der bei jungen Menschen sehr beliebten Kombination mit Alkohol können die Effekte auf die Gehirnaktivität durchaus mit denen von stimulierenden Drogen wie Kokain verglichen werden. Neueste im Versuchslabor an Mäusen durchgeführte Studien scheinen diese Gefahren zu bestätigen.

In einem dieser Experimente wurde jungen Mäusen Energy Drinks zusammen mit Alkohol verabreicht und die Gehirnaktivität überwacht. Nach einem Monat waren bereits deutliche negative Veränderungen gegenüber der Vergleichsgruppe festzustellen. Denn gewisse Proteine waren bei den konsumierenden Mäusen in einer wesentlich höheren Konzentration vorhanden als bei jenen, die keine Energy Drinks und Alkohol verabreicht bekamen.

Noch sind die Ergebnisse zu den Auswirkungen des Konsums von Energy Drinks bei Jugendlichen jedoch nicht eindeutig genug geklärt. Vonseiten der Weltgesundheitsorganisation WHO aber gab es eine mit viel Aufmerksamkeit verfolgte Aufforderung generell die Altersfreigabe auf 18 Jahren hinauf zu setzen. Bislang wurde, in der Europäischen Union zumindest, dieser nur von den baltischen Staaten Lettland und Litauen Folge geleistet.

Aber nicht nur Jugendliche und Erwachsene greifen gerne zu den Energie verleihenden Dosen, auch Spitzensportler, die einen überdurchschnittlichen Energiebedarf aufweisen, nutzen schon mal gerne die stimulierende Wirkung, die von der hohen Konzentration an Zucker und Koffein ausgeht, um an schnelle Energie zu gelangen. Positiv können sich zudem die weiteren Inhaltsstoffe wie Ginseng, Carnitin, Kreatin oder Taurin auf Fettverbrennung, Muskelverspannungen und das generelle Wohlbefinden der Sportler auswirken, während die Wirkung von Koffein auf das Gehirn hier wesentlich weniger positiv zu sehen ist.

Energy Drinks

Quelle: bwin

Denn der Energie-Schub resultiert in erster Linie von der Freisetzung von Neuronen, was im Gehirn zu einer Reaktion wie bei einem Angriff, und mittelfristig zu Rastlosigkeit sowie Schlafstörungen führen kann.

Zusammenfassend lässt sich also belegen, dass Energy Drinks an und für sich nicht unbedingt als problematisch für die Gesundheit eingestuft werden sollten. Wichtig ist aber, dass der Konsum sich in einem gesunden Rahmen bewegt. Dabei wird für einen gesunden Erwachsenen der Konsum einer Dose mit Sicherheit keine gesundheitliche Gefahr darstellen, solange der Lebensstil generell als gesund und ausgeglichen gesehen werden kann. Gefährlich kann es aber dann werden, wenn junge Konsumenten täglich und über einen längeren Zeitraum, mehrmals zur Dose greifen und dies womöglich auch noch öfters in Kombination mit Alkohol.

Die gesamtheitlichen Effekte auf den professionellen Sport sind hingegen trotz, oder gerade wegen, des massiven Einsatzes der Werbemedien durch die Hersteller, bislang nicht wirklich ausreichend wissenschaftlich erforscht worden.

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