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Eine kulinarische Reise durch Sizilien

Sizilien

Die sizilianische Küche – eine Reise durch ein Meer exotischer Düfte und farbenfroher Speisen. Hier wird das Essen nicht nur auf die Notwendigkeit reduziert, es wird hochgelobt. Für die Sizilianer gibt es nichts Schöneres, als in Gesellschaft stundenlang am Tisch zu verweilen und von den traditionellen Speisen der größten Insel Italiens zu kosten.

Fisch und Gemüse steht ganz oben auf dem Speiseplan, dicht gefolgt von der landestypischen Pasta (jeder Sizilianer verspeist 100 kg Nudeln jährlich) und dem frischen Weißbrot. Die Grundprodukte stammen aus eigener Landwirtschaft und vom Fischfang, doch die traditionellen Rezepte sind von Region zu Region verschieden. Begeben wir uns also auf eine kulinarische Reise zwischen Küstenregionen und Berglandschaften.

Aber wo soll es denn hin? Lieber nach Messina, wo man auf die älteste Küche Siziliens trifft oder aber nach Palermo, bekannt für seine einfache aber hoch gelobte „Arme-Leute-Küche“? Passende Unterkünfte in Sizilien zu finden ist sicher weniger kompliziert als sich tatsächlich für ein Ort zu entscheiden. Sizilien bieten so viel an!

Griechen, Römer, Araber – sie alle haben zu der heute so bekannten sizilianischen Küche ihren Beitrag geleistet. Mit den Griechen kam der Wein und die Oliven, die heute in Form von Ölen, aber auch eingelegt und als Ingredienzen in vielen Rezepten verwendet werden. Die Römer begannen mit dem Hartweizenanbau, das wichtigste Produkt für die Teigwarenherstellung. Außerdem waren sie die ersten „Gelatai“: das Eis vom Ätna wurde einfach mit Fruchtsaft gefärbt, mit Honig gesüßt und das erste Speiseeis war geboren. Den stärksten Einfluss übten aber wohl die Araber aus: Sizilien ist äußerst bekannt für seine Süßspeisen wie die Cannoli (Teigröhren mit Ricottafüllung und gehackten Pistazien) oder die Cassata (aus Biskuitteig geschichtete Torte mit kandierten Früchten).

Die meist traditionellen Rezepte variieren jedoch wie gesagt von Region zu Region. Oftmals wird die Insel in drei Teile geteilt: der westliche Teil hat noch starke arabische Spuren und ist beliebt für seinen Couscous alla Trapanese und seine Arancini (frittierte Reisbällchen). Im Zentrum findet man vor allem Fleischgerichte wie der Farsu magru, ein Rollbraten oder auch gut gefüllte Rolladen. Im Osten widerum werden Fischgerichte wie der Schwertfisch in Messina serviert.

pasta alla norma

(Foto: Stacy, Flickr)

Und wie sieht ein richtiges sizilianisches Abendessen aus? Als Vorspeise gönnen wir uns die Arancini, die je nach Region unterschiedlich gefüllt sind. Auch eine Caponata, eine Gemüsespeise, die kalt gegessen wird, regt vor allem in den Sommermonaten den Appetit an. Als ersten Gang entscheiden wir uns für die Catanische Pasta alla Norma, also Makkaroni mit Auberginen, Tomaten, Basilikum und salziger Ricotta. Als zweiten Gang nehmen wir den Thunfisch alla griglia, gegrillter Fisch mit etwas Gemüse und Brot. So bleibt noch Platz für die beliebten Dolci, die bei keinem Essen fehlen dürfen. Entweder man entscheidet sich für einen Cannolo oder ein Stück der Cassata, oder aber man macht noch einen Abstecher ins nächste Cafè, wo man eine Granita (eine sorbetähnliche Süßspeise mit frisch gepressten Zitronensaft) genießen kann.

Guten Appetit und lasst euch von den verschiedensten landestypischen Produkten und Speisen verzaubern!

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