Leben & Arbeit

9.November und die Mauer ist immer noch weg

Es ist schon erstaunlich, wenn heute so eine kleine x-beliebige Umfrage startet, wie wenige Menschen noch etwas mit diesem Datum anfangen können. 22 Jahre sind eine lange Zeit, aber für mich ist es, als wäre es erst gestern gewesen, so deutlich habe ich die Bilder und Emotionen noch im Kopf dazu.

Viel ist geschehen in dieser Zeit und wenn man heute durch Berlin fährt, ist kaum noch zu ersehen, wo einst dieses Ungetüm, dieses unmenschliche Bollwerk die Stadt entzwei riss.
Auch in den Köpfen hat sich vieles verändert und zumindest in Berlin geht alles fließend ineinander. Anderenorts würde man am liebsten auch heute noch die Mauer wieder hochziehen und womöglich noch 5 Meter oben drauf legen. Von beiden Seiten teilweise, aber zum Glück nur vereinzelt, gewünscht wohl gemerkt.

Ein ist dies ein Tag, der wie wohl kein anderer aufzeigt, zu was Menschen fähig sind, wie Systeme in sich zusammenbrechen können (gut, dieses stand sowieso schon Rande des Wahnsinns und der Pleite) und was ein friedlicher Protest alles bewirken kann. Es war wohl die sanfteste Revolution auf deutschem Boden, die man sich vorstellen konnte und wenn man heute noch der Alternativen bedenkt, wenn das System sich nicht geschlagen gegeben hätte…

Viele wissen noch, was sie an jenem Tag getan und gemacht haben, wo sie waren wie sie das für sich aufgenommen und empfunden haben. Bei anderen ist es im Laufe der Zeit untergegangen, dem Alltag vollkommen gewichen und es ist ihnen indessen schlichtweg egal.

Es gibt keinerlei Verpflichtung sich an solche Ereignisse mehr oder anders zu erinnern als an jeden anderen Tag im Leben, aber es war eben nicht jeder andere Tag, es war dieser 9. November, der uns letztlich alle betraf und unser aller Leben veränderte.

3 Kommentare

  • Damals war mir das relativ egal, ich hab nicht so recht verstanden, was da passierte, warum alle weinten – naja, ich war auch erst 10 jahre alt 😉

    Heute wiederum bin ich mehr als froh, dass die Geschichte diesen Lauf genmommen hat, denn mir währen viele wichtige Bekanntschaften entgangen – allen voran die mit meiner Frau – und meiner Tochter!

    Und wir wären heute nicht da, wo wir sind – oder sein werden, Uwe…. 🙂

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