Wie stark beeinflussen Digitalisierung, Social Media und andere neue Technologien unsere Mode?

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Uwe B. Werner

Dass die Weltwirtschaft von der Digitalisierung und von neuen Technologien stark beeinflusst wird, ist mittlerweile sicher kein Geheimnis mehr. Die Modebranche stellt in diesem Zusammenhang keine Ausnahme dar.

Heute kann man sich etwa Kleidung und Accessoires im Internet aussuchen, sie in virtuellen Umkleidekabinen probieren und schließlich online kaufen… Neue Technologien ermöglichen aber auch neue Produktionsprozesse oder das Entwerfen von smarten Kleidungsstücken… Und all das benötigt schließlich auch neue Kommunikations- und Interaktionsmethoden.

Die Modebranche wurde in der Vergangenheit, wird jetzt und zweifelsohne auch in der Zukunft stark von der Technologie und dem Internet beeinflusst sein. Was sollen wir in den kommen Jahren erwarten?

Herausforderungen der Digitalisierung in der Modebranche

Mit der Digitalisierung ist lange nicht nur Online Shopping gemeint. Die Beliebtheit vom Erwerb von Modeartikeln im Internet bleibt aber natürlich unbestritten und generiert den Firmen tatsächlich viel Umsatz. Erfolgreiche Online-Händler wissen, dass ein Artikel im Internet anders präsentiert werden muss als im Shop in der Innenstadt und bemühen sich um eine möglichst attraktive Online-Präsenz. Die Nutzung von neuen Absatzmärkten und Kommunikationswegen ist aber nur ein Plus, das mit der Digitalisierung kommt.

Neue Technologien bringen für die Modemarken auch andere wichtige Vorteile mit sich. Sie können den Firmen helfen, ihre Produktionsprozesse neu zu strukturieren und besser an die Nachfrage anzupassen, sie ermöglichen die Erforschung und Anwendung von ganz neuen (dabei auch recycelten) Materialien… Modefirmen müssen daher unbedingt in Forschung und Entwicklung investieren, wenn sie Erfolg haben wollen und müssen es den Kunden auch korrekt kommunizieren. Nachhaltigkeit ist dabei ebenso nicht mehr wegzudenken. Ein Beispiel hierfür ist die Mode von Valentino, weil das bekannte Modelabel gezeigt hat, dass eine umweltfreundliche Entwicklung möglich ist.

Neue Technologien werden sogar in die Kleidungsstücke direkt integriert – hierzu nur zwei Stichworte: intelligente Kleidung bzw. Smart Clothing und tragbare Technologien bzw. Wearables. Das Potential ist riesig.

Mode

Neue Technologien führen zu neue Kundenwünschen

Eine große Herausforderung stellen die erhöhten Erwartungen der Endverbraucher dar, welche sich gerade wegen der Digitalisierung und der raschen Verbreitung digitaler Technologien ändern. Die Konsumenten haben heute deutlich mehr Macht als vorher, wollen nicht nur passiv einkaufen, sie wollen aktiv mitbestimmen, welches Produkt (wie es produziert sein wird sowie wie es aussehen wird) sie kaufen werden. Und sie sind vor, aber auch während und nach dem Kaufprozess vom Internet, vor allem natürlich von den Social Media, beeinflusst.

Die Kunden wünschen sich also mehr Interaktion mit der Firma, mehr Einfluss im Produktionsprozess, mehr Personalisierung der Produkte und dann wünschen sie sich auch noch, dass die Produkte, für die sie sich entscheiden, in der „realen“ sowie in der digitalen Welt positiv anerkannt werden. Die Modelabels müssen diese neue Rolle ihrer Kunden unbedingt erkennen und damit aktiv arbeiten.

Erwartungen für das Jahr 2020

Die Modebranche steht nun vor einem herausfordernden Jahr. Und nicht nur aufgrund der Digitalisierung. Experten schätzen, dass sich das Wachstum um 3 bis 4 Prozent verlangsamen wird. Die Wirtschaft wächst nicht wie erhofft, obwohl die technologischen Fortschritte eigentlich einen positiven Einfluss auf die Umsätze haben sollten. Der Grund liegt sicher auch daran, dass die Konkurrenz zunimmt und dass das steigende Umweltbewusstsein der Kunden viele Modefirmen unter Druck setzt und diese zu einem klimafreundlicheren Verhalten, welches mit höheren Kosten verbunden ist, verpflichtet.

Einigen Prognosen nach wird eine neue Art von E-Commerce für Modeartikel im neuen Jahr Erfolg haben und zwar Direct-to-Consumer. Und obwohl es keine Zweifel gibt, dass viele Kunden weiterhin gerne online shoppen werden, werden die stationären Geschäfte immer noch eine wichtige Rolle spielen.

Zukunft der Modebranche

Um auf die hohen Personalisierungswünsche der Kunden besser einzugehen, ist eine Verkleinerung von Lieferketten ist zu erwarten. Massenproduktion wird aus den oben genannten Gründen in vielen Fällen nicht mehr Sinn haben. Modemarken werden viel mehr in Richtung der On-Demand Produktion gehen. Neue Interaktionsmöglichkeiten in Social Media sind ebenso zu erwarten.

Ganz viel Wert wird auf Innovation gesetzt. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Einsatz von virtuellen Models – auch CGI Models genannt (Computer Generated Imagery), immer öfter sein wird und dass tragbare Technologien immer alltäglicher werden. Eine Revolution, welche in den nächsten Jahren in die Modewelt kommen wird, ist der 3D-Druck. Diese Technologie wird mit dem sogenannten Body-Mapping verbunden, bei der die Konturen deines Körpers erfasst werden. Mithilfe einer App, in die man im Anschluss die eigene Body Map eingibt, kann man ein Kleidungsstück wählen, dass perfekt abgestimmt sein wird und daher zu eigener Figur perfekt passen wird.

Für die Zukunft heißt dies, dass neue Artikel und PR-Strategien schnell auf die digitale Welt angepasst werden müssen und dass die digitale Welt in die Realität übertagen werden muss. Wer Erfolg haben will, muss schnell reagieren und innovieren oder besser noch, Entwicklungen vorhersagen können.

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