Genuss heißt Leben. Hinweg denn, Sorgen! Die Zeit ist kurz für den Sterblichen.

Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
deutscher klassischer Philologe, Numismatiker und Schriftsteller (1764 – 1847)

Morbi vitae purus dictum, ultrices tellus in, gravida lectus.

KATEGORIE

Allgemein

AUTOR

Uwe B. Werner

Tod im Leben ein Tabu?

Zu allen Zeiten haben sich die Menschen mit dem Leben, der Vergänglichkeit und dem Tod auseinandergesetzt. Zu keiner Zeit war das Sterben und der Tod so aus dem Alltag und dem Leben verbannt wie jetzt. Wir blenden aus was wir als unabänderlich nicht hinnehmen möchten. Wir verdrängen den Tod aus dem Leben und verlernen so das Leben richtig zu schätzen und zu er”leben”.

Vielleicht sind es die, welche sich von berufs wegen mit dem Tod beschäftigen, die am ehesten ihn wieder in das Leben bringen. Der MementoTag und die Idee dahinter waren auch mir unbekannt. Durch Sabine von den Trauerkindern, selbst Initiatorin der ersten Trauerkindergruppe im Bereich Teltow Kleinmachnow Stahnsdorf, kamen die Karten und die Information zu mir.

Was ist der Mementotag?

Der MementoTag soll uns genau diese Erkenntnis wiedergeben. Er soll uns einmal im Jahr, am 08.August, daran erinnern wie end-lich unser Leben ist. Nicht um uns zu deprimieren oder Angst zu erzeugen, sondern im Gegenteil, uns zu bewegen das Leben in all seinen Facetten zu genießen.

Es heißt ja immer am Ende wünscht man sich die Zeit intensiver und positiver erlebt zu haben. Warum sollen wir uns nicht jetzt schon daran erinnern und uns vornehmen das Beste aus unserem Leben zu machen, das Miteinander zu genießen und unsere Tage erfüllt und sinnvoll zu erleben.

Warum der 8. August als Mementotag?

Die Zahl 8 ist, wenn man sie dreht, gleichzeitig auch das Symbol der Unendlichkeit.

Vom Standpunkt der Jugend aus gesehen, ist das Leben eine unendlich lange Zukunft; vom Standpunkt des Alters aus, eine sehr kurze Vergangenheit… Man muß alt geworden sein, also lange gelebt haben, um zu erkennen, wie kurz das Leben ist.

Arthur Schopenhauer
deutscher Philosoph (1788 – 1860)

Mitmachen beim Mementotag

Mitmachen kann und sollte jeder. Egal ob mit Veranstaltungen, Lesungen, Aktionen, Bildern oder Posts, jeder ist eingeladen sich Gedanken zum Leben und Tod zu machen, sich der Vergänglichkeit bewusst zu werden ohne sich der Traurigkeit darüber zu ergeben. Lasst und gemeinsam das Leben feiern und die Angst vor dem Tod nehmen.

Die Initiatoren des deutsche MementoTages sind nicht nur in den Social-Media Kanälen auf Facebook und Instagram vernetzt, sondern bieten auch weitere Informationen auf ihrer Webseite.

Der Tod im Leben

Der Tod erschreckt uns und oft bleiben Dinge unausgesprochen, weil wir vorher ausgeblendet haben, wie endlich die Zeit ist, die uns miteinander bliebt. “Das kann ja noch warten…” Nein, kann es nicht, denn die Zeit vergeht schneller als wir wahr haben wollen und dann stellen wir fest wie sehr geliebte Menschen uns fehlen und wir wenig auf diese Momente vorbereitet sind.

Es wird Zeit den Tod wieder unser Leben zu lassen, ohne uns vor Angst zu verstecken. Es wird Zeit den natürlichen Lauf der Dinge wieder mehr Gewicht im Leben zu verleihen, um so die Zeit, die uns zur Verfügung steht, besser und intensiver genießen zu können. Trauer ist ein Bestandteil des Lebens, sie gehört dazu und sollte weder verschwiegen noch versteckt werden müssen.

Der MementoTag ist ein Zeichen, ein Schritt in eine richtige Richtung. Lasst uns gemeinsam daran teilhaben und so das Leben feiern.

Lust auf Leipzig?

Schau Dir
weitere
Artikel an!