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Honor 600 Pro im Test: Mein neuer Daily Driver

Das Honor 600 Pro überzeugt mit einem hellen 6,57-Zoll-AMOLED-Display, dem Snapdragon 8 Elite, einem großen Akku, einer Periskop-Telekamera mit 3,5-fachem optischem Zoom und einem sehr guten optischen Fingerabdrucksensor. Schwächer sind die tiefe Position des Sensors, die 2D-Gesichtserkennung und der USB-2.0-Anschluss. Für mich überwiegen die Stärken deutlich, vor allem im Zusammenspiel aus Kompaktheit und Kameraleistung.

honor 600 pro

Mein Xiaomi 15 lag noch auf dem Tisch, während ich das Honor 600 Pro zum ersten Mal in die Hand nahm. Innerhalb weniger Wochen war die Entscheidung gefallen. Das Honor 600 Pro ist mein neues Haupt-Smartphone geworden, und in diesem Artikel zeige ich Dir, warum



Design und Verarbeitung: Kompakt trotz großem Akku

Ich kenne das, weil ich in den letzten Jahren einige Flaggschiffe getestet habe. Die meisten davon werden mit steigender Akkukapazität automatisch dicker und schwerer. Beim Honor 600 Pro ist das anders. Mit 7,8 Millimetern Dicke und rund 195 Gramm Gewicht bleibt das Gehäuse angenehm handlich, obwohl der Akku ungewöhnlich groß ausfällt.

Eigentlich wollte ich kein Smartphone mit mehr als 6,3 Zoll. Beim Honor 600 Pro fällt das größere 6,57-Zoll-Display im Alltag aber gar nicht auf. Im Gegenteil, es liegt besser, leichter und angenehmer in der Hand, als ich erwartet hätte. Erst wenn ich nach einer Weile wieder zum Xiaomi 15 greife, merke ich, wie schwer sich der kleine Backstein im Vergleich dazu anfühlt.

Das Kameramodul auf der Rückseite erinnert deutlich an aktuelle iPhone-Modelle, bis hin zur orangefarbenen Variante. Ob Dir das gefällt, ist Geschmackssache. Mich stört die Nähe zu Apple nicht, denn die Verarbeitung selbst wirkt hochwertig. Der Aluminiumrahmen ist matt und griffig, die Rückseite besteht aus einem Glas-Kunststoff-Gemisch statt aus klassischem Glas.

Ein echtes Highlight ist die IP68-, IP69- und IP69K-Zertifizierung. Das Smartphone hält nicht nur normalem Alltag stand, sondern auch stärkeren Belastungen wie einem Wasserstrahl. Für mich als jemand, der auch mal beim Kochen oder unterwegs im Regen zum Handy greift, ist das mehr als nur eine Zahl auf dem Datenblatt. Ein Case liegt allerdings nicht bei, was bei einer hochwertigen Rückseite schade ist.

honor 600 pro und xiaomi 15

Display: Warum 8.000 Nits im Alltag kaum eine Rolle spielen

Das 6,57 Zoll große AMOLED-Display löst mit 458 ppi auf und läuft mit bis zu 120 Hz. Die Displayränder sind mit unter einem Millimeter extrem schmal, wodurch die Vorderseite fast ausschließlich aus Bildschirm besteht.

Honor wirbt mit bis zu 8.000 Nits Spitzenhelligkeit. Diesen Wert erreicht das Display allerdings nur in sehr speziellen HDR-Szenen, nicht im normalen Alltag. Wichtiger für Dich ist die durchgängige Helligkeit bei Sonnenlicht, und die ist wirklich stark. Beim Lesen auf dem Balkon oder beim Navigieren draußen musste ich die Hand nie als Sonnenschutz über das Display halten.

Der optische Fingerabdrucksensor sitzt im Display und gehört zu den besten optischen, die ich seit Langem in einem Smartphone getestet habe. Er kommt natürlich nicht an Ultraschall-Fingerabdrucksensoren heran, wie in meinem Xiaomi 15, ist aber trotzdem sehr gut. Er sitzt nur leider sehr tief. Eine 3D-Gesichtserkennung bietet das Gerät nicht, nur eine 2D-Erkennung über die Frontkamera.

honor 600 pro

Leistung und Software: Snapdragon 8 Elite mit MagicOS 10

Der Snapdragon 8 Elite sorgt zusammen mit 12 GB Arbeitsspeicher für eine durchgehend flüssige Bedienung. Apps starten ohne Verzögerung, Multitasking läuft sauber, und selbst anspruchsvollere Anwendungen bringen das Gerät nicht ins Schwitzen. Auf Benchmarks gebe ich traditionell wenig, weil sie den Alltag selten widerspiegeln, aber gefühlt läuft das Honor 600 Pro in jeder Situation rund.

Mit der Oberfläche MagicOS 10 habe ich mich mittlerweile sehr angefreundet. Es gibt wenig, was ich daran auszusetzen habe, und sie lässt sich wunderbar individualisieren. Auch in Sachen Stabilität macht MagicOS 10 auf Basis von Android 16 bei mir einen sehr guten Eindruck. Google-Dienste sind vollständig eingebunden und funktionieren zuverlässig.

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Zur Update-Politik habe ich bislang ebenfalls nichts Negatives zu berichten. Aktuell im Juli sind bei mir alle Updates und Sicherheitspatches bis einschließlich Juni installiert. Wie sich das weiterentwickelt, muss sich erst noch zeigen, aber bis hierhin passt alles. Honor verspricht sechs Jahre Updates, ein Argument, das bei einem Gerät für den täglichen Gebrauch schwer wiegt.

Ein Kritikpunkt bleibt der Arbeitsspeicher. Honor setzt weiterhin auf LPDDR4X-RAM statt auf den schnelleren LPDDR5-Standard. Im normalen Betrieb merkst Du davon nichts. Bei künftigen, sehr anspruchsvollen Anwendungen zeigt sich das langfristig eventuell als Grenze.

Kamera: 200 Megapixel und der Periskop-Zoom im Alltag

Die Kamera war für mich der eigentliche Grund für den Wechsel. Das Kamerasystem besteht aus einer 200-Megapixel-Hauptkamera, einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einer 50-Megapixel-Periskop-Telekamera mit 3,5-fachem optischem Zoom.

Seit dem Honor 200 Pro habe ich die Marke nicht mehr aus den Augen gelassen und zwischendurch auch das Honor 400 Pro und das Honor Magic 7 Pro ausführlich getestet. Ein Grund, der mich all die Jahre begleitet hat, ist die Zusammenarbeit mit dem Pariser Fotostudio Harcourt. Diesen speziellen Portrait-Look mag ich sehr, und er war einer der Gründe, warum ich beim Honor 400 Pro fast geblieben wäre. Beim 600 Pro nimmt mich das jetzt komplett mit. Schon bei den Vorgängermodellen fiel mir die natürliche Farbwiedergabe positiv auf, ohne dass Bilder künstlich nachgeschärft wirken. Beim 600 Pro setzt sich das fort. Die Hauptkamera liefert bei Tageslicht angenehm ausgewogene Aufnahmen, und auch bei wenig Licht bleibt die Bildqualität überraschend brauchbar.

honor 600 pro

Der 3,5-fache optische Zoom ist im Alltag der größte Unterschied zu meinem vorherigen Xiaomi 15. Für Architekturdetails, entfernte Motive oder spontane Porträts bei Spaziergängen greife ich inzwischen automatisch zur Telekamera statt zum digitalen Zoom der Hauptkamera. Bis zu siebenfacher Vergrößerung bleiben die Ergebnisse wirklich gut, darüber hinaus wird die Qualität spürbar weicher.

Videos nimmt das Honor 600 Pro in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf. Farben und Belichtung wirken auch bei wechselnden Lichtverhältnissen stimmig. Die KI-Funktionen für Bilder und Videos gehen dabei deutlich über einfache Verbesserungen hinaus, dazu gleich mehr unter Magic AI.

honor 600 pro

Magic AI: Kreative Werkzeuge für Fotos und Inhalte

Honor packt beim 600 Pro eine ganze Reihe von KI-Funktionen unter dem Namen Magic AI dazu. Das sind für mich keine reinen Spielereien, sondern praktische Werkzeuge für Bilder und kreative Inhalte, die ich im Alltag wirklich regelmäßig nutze.

Dazu gehören unter anderem:

  • AI Upscale, um Bilder hochzuskalieren
  • Image to Video, um aus einem Bild ein Video zu erstellen
  • Live Photo Eraser, um störende Elemente aus Live-Fotos zu entfernen
  • AI Eraser, um unerwünschte Objekte oder Personen aus Bildern zu löschen



Der AI Eraser gehört für mich zu den stärksten Funktionen, die ich bislang bei einem Smartphone getestet habe. Selbst Apples Cleanup-Funktion reicht qualitativ nicht an den AI Eraser von Honor heran. Wer Bilder direkt auf dem Smartphone schnell verbessern, bereinigen oder kreativ weiterverarbeiten möchte, bekommt hier ein deutlich umfangreicheres Werkzeug.

honor 600 pro

Die KI-Taste: Nützlicher Shortcut oder Spielerei?

Die zusätzliche KI-Taste am Honor 600 Pro sorgt bei mir und in vielen anderen Tests für gemischte Gefühle. Die Idee dahinter gefällt mir grundsätzlich: schneller Zugriff auf Kamera, Google Lens und weitere KI-Funktionen, ohne durch Menüs zu tippen.

Kritisch sehe ich, wie viele andere auch, vor allem die Platzierung. Die Taste sitzt für meinen Geschmack zu nah am Power-Button und liegt zu tief im Rahmen, sodass ich sie im Alltag oft erst ertasten muss. Auch die Belegbarkeit ist eingeschränkter, als ich es mir gewünscht hätte, und nicht jede Funktion bringt im Alltag wirklich einen Mehrwert.

Mein persönliches Fazit fällt am Ende ziemlich pragmatisch aus. Ich nutze die Taste eigentlich nur für zwei Dinge, als Schnellzugriff auf die Taschenlampe und als eine Art Alert Slider, wie ich ihn von früheren OnePlus-Smartphones her kenne. Für alles andere greife ich lieber direkt zur passenden App.

honor 600 pro

Akku und Laden: Der Hauptgrund für den Wechsel

Wenn ich einen einzelnen Punkt nennen müsste, der mich vom Xiaomi 15 weggebracht hat, wäre es der Akku. Trotz des schlanken Gehäuses bringt mich das Honor 600 Pro wunderbar durch den Tag und manchmal sogar darüber hinaus. Im normalen Alltagsgebrauch sind anderthalb Tage locker drin, das ist wirklich angenehm. Für die europäische Version gibt Honor die Akkukapazität mit 6.400 mAh an.

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Per Kabel lädt das Smartphone mit bis zu 80 Watt, kabellos mit bis zu 50 Watt. Beides funktioniert im Alltag genau so, wie ich es erwarte. Innerhalb weniger Minuten am Kabel ist ein spürbarer Teil des Akkus wieder aufgeladen, sodass ich auch bei knapper Zeit vor dem Verlassen der Wohnung nicht auf einen leeren Akku achten muss.

Ein Ladegerät gehört nicht zum Lieferumfang, nur ein USB-C-auf-USB-C-Kabel. Wer noch kein passendes Netzteil besitzt, sollte das beim Kauf mit einplanen. Ebenfalls schade: Über USB-C wird nur USB 2.0 unterstützt, was das Übertragen großer Videodateien per Kabel spürbar verlangsamt. Die vollständigen technischen Angaben findest Du auf der offiziellen Produktseite von Honor.offiziellen Produktseite von Honor.

honor 600 pro

Für wen lohnt sich das Honor 600 Pro?

Das Honor 600 Pro passt gut zu Dir, wenn Du lange Akkulaufzeit, ein handliches Gehäuse und eine vielseitige Kamera mit echtem optischem Zoom suchst. Auch wer viel unterwegs fotografiert oder filmt, profitiert von der Kombination aus Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Periskop-Tele.

Weniger geeignet ist es für Dich, wenn Dir eine Speichererweiterung per microSD wichtig ist oder Du auf eine 3D-Gesichtserkennung Wert legst. Auch bei häufigen großen Dateiübertragungen per Kabel wirst Du die USB-2.0-Anbindung als Bremse spüren.

Preis: Warum Du nicht die UVP zahlen solltest

Die unverbindliche Preisempfehlung von Honor für das 600 Pro liegt aus meiner Sicht deutlich zu hoch. Zu diesem Preis hätte ich mir das Gerät nie geholt.

Honor selbst legt aber immer wieder Aktionen auf, bei denen 200 bis 300 Euro vom UVP abgezogen werden. Wer diese Aktionen zusätzlich mit einem guten Angebot eines Händlers kombiniert, so wie ich es gemacht habe, bekommt das Honor 600 Pro zu einem wirklich guten und vertretbaren Preis.

Meine klare Empfehlung an Dich: Zahl auf keinen Fall die volle UVP. Behalte die aktuellen Aktionen im Blick und warte notfalls ein paar Wochen, bis der Preis wieder passt.

honor 600 pro

Meine Erfahrung mit dem Honor 600 Pro

Am Ende war es nicht ein einzelnes Feature, das mich überzeugt hat, sondern das Zusammenspiel. Ein kompaktes Gehäuse, ein Akku, der wirklich durchhält, und eine Kamera, die im Alltag mehr leistet, als die reinen Megapixelzahlen vermuten lassen. Das Honor 600 Pro ist nicht das technisch radikalste Smartphone, das ich in diesem Jahr getestet habe, aber es ist das, dem ich im Alltag am meisten vertraue. Mehr zu meinem aktuellen Tech-Setup findest Du in meinem Daily-Driver-Artikel 2026.

Nutzt Du selbst ein Honor-Smartphone oder überlegst gerade zu wechseln? Schreib es mir gern in die Kommentare, ich lese alle.


Häufige Fragen zum Honor 600 Pro

Wie groß ist der Akku des Honor 600 Pro?

Für die europäische Version bestätigt Honor eine Akkukapazität von 6.400 mAh. Trotz der Größe bleibt das Gehäuse mit 7,8 Millimetern Dicke und rund 195 Gramm Gewicht angenehm schlank.

Was unterscheidet die Kamera des Honor 600 Pro von der eines Vorgängermodells?

Neu ist die 50-Megapixel-Periskop-Telekamera mit 3,5-fachem optischem Zoom. Sie ergänzt die 200-Megapixel-Hauptkamera und die 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und ermöglicht damit einen echten optischen Zoom statt reiner Software-Vergrößerung.

Wie lange erhält das Honor 600 Pro Updates?

Honor verspricht sechs Jahre Software- und Sicherheitsupdates. Das Smartphone startet mit Android 16 und der Oberfläche MagicOS 10.

Was macht die Kamera des Honor 600 Pro im Vergleich zu anderen Honor-Smartphones besonders?

Besonders ist die langjährige Zusammenarbeit mit dem Pariser Fotostudio Harcourt, die den Aufnahmen einen speziellen Portrait-Look verleiht. Ich verfolge Honor bereits seit dem Honor 200 Pro und habe seitdem auch das Honor 400 Pro und das Honor Magic 7 Pro getestet. Dieser Look war einer der Gründe, die mich all die Jahre begleitet haben.

Wann lohnt sich das Honor 600 Pro nicht?

Wenn Dir eine Speichererweiterung per microSD-Karte, eine 3D-Gesichtserkennung oder eine schnellere USB-Datenübertragung wichtig sind, solltest Du vor dem Kauf genau abwägen.

 

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5 Kommentare

  1. Hallo Uwe,

    laut der Website von Honor unterstützt das 600 Pro 50 Watt kabellos + 27 Watt umgekehrtes Laden.

    Viele Grüße

    Antworten
    • Ja, das ist richtig. Da steht dann bei mir irgendwo was anderes,?

      Antworten
      • Auf dem einen „Plakat“ steht bei den Cons „kein Wireless Charging“

        Antworten
        • Ja, indessen gefunden und entfernt. Vielen Dank für den Hinweis.

          Antworten
          • Gerne

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