Mobiles Gaming und was die Zukunft bringt. Werden Smartphones zukünftig die Konsolen ablösen?

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Games

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Uwe B. Werner

Die letzten Jahre waren turbulent für die Welt des Mobile Gaming. Mit einem spektakulären Wachstumsschub haben Mobile Games sich an der Spitze des Videospielmarktes etabliert, mit Umsätzen die PC und Konsole gemeinsam übertrumpfen. Große Trends wie Cross-Platform Spiele und Pay-to-win Strategiespiele haben die Spielelandschaft nachhaltig verändert. Andere Trends wie beispielsweise VR haben es nicht geschafft, die hohen Erwartungen zu erfüllen, die in sie gesetzt wurden. Das kann die Industrie aber nicht ausbremsen, denn für das neue Jahrzehnt stehen schon zahlreiche weitere Trends in den Startschuhen. Welche davon das Zeug haben, für viel Wirbel zu sorgen, und welche einen Fehlstart hinlegen, muss sich erst noch zeigen. Hier sind einige heiße Kandidaten für die Mobile Gaming-Revolution des kommenden Jahrzehnts

Live Gaming

Beim Live Gaming sind die verschiedenen Spieler per Videochat miteinander verbunden. Live Casinos haben bei dieser Technologie Pionierarbeit geleistet und werden immer beliebter, wodurch das große Spiel im Internet dadurch erheblich an Flair gewinnt. Andere Genres könnten bald folgen und das obwohl die technischen Voraussetzungen dafür bislang nicht optimal sind. Denn um eine gute Bildqualität des Videostreams zu gewährleisten, ist eine schnelle Datenverbindung notwendig.

Große Namen erobern das Smartphone

Wenn große Gaming-Franchises in der Vergangenheit einen Abstecher auf das Smartphone gemacht haben, wurde die Angelegenheit meist eher stiefmütterlich behandelt. Gamer vom PC oder von der Konsole waren liebevoll gestaltete Spielwelten und ein durchdachtes Gameplay gewohnt. Plötzlich sahen sie sich billigen Animationen und stupiden Klickaufgaben gegenüber. Das hatte in der Regel eine enttäuschte Fangemeinde und schwache Umsätze zur Folge. In der letzten Zeit scheint sich das Blatt aber gewendet zu haben. Zunächst haben Cross-Platform Titel wie PUBG ein ernstzunehmendes Angebot für die Mobile Gaming-Gemeinde erstellt. Ende 2019 gelang Activision dann mit Call of Duty Mobile ein echter Kracher, der in der Szene einschlug wie eine Bombe. Mit rund 148 Millionen Downloads allein in der ersten Woche schrieb das Spiel Geschichte. Weitere Entwicklerstudios arbeiten schon an vollwertigen mobilen Umsetzungen erfolgreicher Franchises. So wird bereits seit geraumer Zeit gemunkelt, dass Blizzard an einem aufwendigen Projekt arbeitet, mit dem die Warcraft-Welt auf das Smartphone gebracht werden soll. 

Hyper Casual

Während Mobile Gaming auf der einen Seite also immer aufwendiger wird, gibt es auf der anderen Seite auch eine Gegenbewegung. Hyper Casual Gaming heißt der Trend, der in den letzten Monaten die App Stores der Welt mit beherrscht hat. Dabei handelt es sich um Spiele mit einem besonders simplen Spielprinzip. Eine Lernkurve gibt es bei diesem Genre kaum, auch neue Spieler sind vom ersten Moment an voll im Spielgeschehen drin. Auch wer nur wenige Minuten Zeit hat, kann sich mit Hyper Casual Games vergnügen und ablenken. So können diese Spiele zwar unter Umständen dazu beitragen, den Stress im Alltag zu reduzieren. Andererseits können sie aber auch die Reizüberflutung verstärken, der Menschen heutzutage ohnehin ausgesetzt sind. 

Competitive Gaming

Für eSports waren die meisten Mobile Games bislang nicht geeignet. So ist es kaum vorstellbar, dass bei einem Pay-to-win Spiel wie Clash of Clans eine ernsthafte Liga aufgestellt wird, in der sich Spieler zur Unterhaltung eines Publikums miteinander messen. Das liegt zum einen daran, dass sich das Gameplay aufgrund des fehlenden Tempos kaum dazu eignet. Zuschauer dürften von solchen Spielen wohl eher in einen tiefen Schlaf als in Begeisterung versetzt werden. Zum anderen ist es die Tatsache, dass der Sieg erkauft werden kann, der ein wettkampforientiertes Spiel ad absurdum führt. Auch die Einschränkungen, die der Technik des Smartphones geschuldet sind, machten mobile eSports bislang eher unattraktiv. Aber auch hier zeichnet sich eine Trendwende ab. Zubehör wie Controller und Bluetooth-Headsets sowie eine steigende Auswahl an Titeln machen mobile Geräte auch für professionelle Gamer immer attraktiver. Es ist durchaus denkbar, dass Mobile Gaming eines Tages auch in dieser Disziplin den PC an der Spitze ablöst.