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Wie sicher ist die Datenbank in WordPress?

Die Antworten, die man von Kunden, aber auch im persönlichen Umfeld dazu bekommt, sind so unterschiedlich wie teilweise erschreckend. Von der simplen Frage: „WordPress Sicherung? Was?“ bis hin zur Behauptung, das würde der Provider ja automatisch sichern, ist da alles dabei. Viele haben wenigstens schon mal davon gehört und einige nutzen die eine oder andere Sicherungsart, ohne sich jedoch wirklich damit intensiv beschäftigt zu haben.

Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten des Problems Herr zu werden und das eigene Projekt auch wirklich vernünftig zu sichern. Die Meinung über den Sinn oder Unsinn der einzelnen Prozeduren ist nicht Inhalt meines Artikels, mein persönlicher Favorit befindet sich am Ende des Artikels. letztlich muss aber jeder selbst entscheiden, was für ihn sinnvoll und nutzbar ist. Nur auf eines sollte man unbedingt achten: überhaupt zu sichern!

1. Die wohl weit verbreiteste Lösung ist ein einfaches WordPress-Plugin: WB-Backup , bzw WP-DB-Backup

Hier wird die Datenbank in regelmäigen Zyklen per Email dem Webmaster der eigenen Seite zugesandt. Man hat so stehts die aktuelle Datenbank bei sich gesichert. Im Laufe der Zeit kann diese Sicherung größer werden, da auch die Datenbank anwächst und irgendwann sprengt der Mailversand die maximale Größe der Email-Anhänge. Das weitaus größere Problem aber ist für viele: wenn wirklich etwas defekt ist, wie spielt man dieses Backup wieder ein? Innerhalb des Plugins gibt es zwar eine Importfunktion, doch wenn die Datenbank nicht mehr ansprechbar ist, kommt man ja gar nicht erst ins WordPress-Backend.

Eine scheinbar gute Lösung, aber nur wenn es keine Probleme gibt.

 

2.Sicherung über phpMyAdmin

Etliche Hosting Anbieter bieten zur Verwaltung der MySQL Datenbanken das Programm phpMyAdmin mit an. Es bietet eine komfortable Möglichkeit, nahezu alle Verwaltungsaufgaben für die Datenbanken webbasiert zu erledigen.

Diese Lösung hat sicherlich viele Vorteile, allerdings kann der ungeübte User auch einiges verkehrt machen. Viele sind von der Oberfläche abgeschreckt oder sichern versehentlich nur einzelne Tabellen. Der Vorteil liegt eindeutig in der Unabhängigkeit von WordPress, doch nicht jeder Anbieter stellt diese Möglichkeit zur Verfügung und bei vielen gibt es zudem Einschränkungen.

Bei kleineren Datenbanken ist dies in der Regel kein Problem. Die Datenbanken von Online Shops oder großen Content Management Systemen neigen aber dazu im Lauf der Zeit auf mehrere hundert Megabytes anzuwachsen. Hier stößt phpMyAdmin früher oder später an seine Grenzen. Während das Erstellen von Backups meist noch funktioniert, klappt früher oder später das Wiederherstellen der Sicherungen nicht mehr.

 

3. MySQL Dumper

Meine favorisierte Lösung, der MySQL-Dumper, ist kostenlos, unabhängig von WordPress, leicht zu installieren, leicht zu bedienen und bietet eine gute Ex- und Importfunktion an. Zudem können größere Sicherungen auch bequem in einzelne Teile aufgesplittet werden und eine Zweitsicherung kann auf der Server hinterlegt werden. Besonders bei Web-Space ohne Shell-Zugang bietet sich MySQLDumper als sinnvolle Alternative an.

Die Vorgehensweise bei der Einrichtung ist bereits gut dokumentiert und eigentlich auch fast selbsterklärend. Einige Tutorial-Videos dazu findet man auf der Internetseite des Programms.

Ein wichtiger Hinweis ist der Schutz des Verzeichnisses! Dieses wird gern am Anfang übersehen, ist aber absolut notwendig, da sonst jeder andere an die komplette Datenbank herankommen würde. Der Schaden wäre nicht abzusehen. Auch sollte man das Programmverzeichnis sinnvollerweise mit einem spezifischen Namen versehen.

Für mich das Tool der ersten Wahl und mit wenig Aufwand installiert bekomme ich so regelmässig alle notwendigen Datenbanksicherungen für uns und unsere Kunden.

 

Weitere Fragen?

Dann mal her damit oder auch direkt an caveomedia.de

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