Leben & Arbeit

Warum Flashmobs langsam out sind

Montag, 18 Uhr in Leipzig. Die FRisur sitzt, der Flashmob steht. Gähn…

Mehr ist eigentlich dazu fast nicht zu sagen. Was vor anderthalb, zwei Jahren noch neu und aufsehen erregend war, ist indessen so oft mehr oder minder schlecht umgesetzt worden, dass es wirklich langweilt. Wiedereinmal stehen auf ein Zeichen eine große Gruppe von leuten im Leipziger Bahnhof still. Besucher beobachten das gar nicht mehr stille Spektakel. Längst ist die Presse schon vorab informiert und anwesend und bei so manchem Flashmob stehen indessen mehr Besucher mit kameras bewaffnet am rande, als Protagonisten immer wieder gleiche Übungen absolvieren.

Mehr Meet & Greet als Flashmob und irgendwie erwartet man auch jedes mal indessen einen Chor, ein Orchester oder zumindest doch Artisten. das Publikum ist verwöhnt, leicht gelangweilt und mitunter auch genervt. Kaum ein großer Bahnhof in Deutschland, der nicht „bemopped“ wurde.

Was aus reinen Privatinitiativen begann, hat sich auch die Wirtschaft zu eigen gemacht und die Telekomm inszeniert das Ritual munter als Flashmob weiter, obwohl es eigentlich ja ein Smartmob wäre. Die Unterschiede scheinen selbst für die Macher oft nicht so eindeutig.

Und genau so sicher darf man über zahllose Videos auf Youtube sein. Fünf Minuten spannende Stille, während Menschen erstarrt stehen und andere sich wundern. Ein Flashmob sieht aus wie der nächste. Langweilig und langsam auch vorbei…

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