Leipzig

Wächterhäuser in Leipzig – Das Leben als Nachbar

Offener Brief an  Haushalten e.V. In Leipzig zum Thema „Nachbarschaft mit Wächterhäusern“:

Sehr geehrte Damen und Herren, ich hoffe Sie haben mit den Bewohnern /Nutzern der meisten Wächterhäuser mehr Glück als wir es als Nachbarn eines solchen Hauses haben  …  Neben regelmäßigen überlauten nächtlichen Partys unter der Woche (mit notwendigem Polizeibesuch), wird hemmungslos nächtens gesägt, gebohrt, gehämmert,  in den unteren Geschäften /Galerien Alkohol ausgeschenkt und im Garten große Lagerfeuer im Sommer angezündet. Mit den Bewohnern zu reden ist zumeist zwecklos, Klingeln funktionieren scheinbar nicht und so bleibt erneut der Anruf bei der Polizei und der Gang zum Ordnungsamt.

Die Idee Häuser nicht verkommen zu lassen ist gut und richtig, allerdings scheint es nicht leicht zu sein Bewohner zu finden, die sich einem Umfeld anpassen oder sich damit arrangieren können. In unserem Nachbarhaus hofft man indessen von ganzem Herzen dass sich baldigst ein Investor für das Objekt findet und dieser ggf. auch neue Mieter mit sich bringen wird. Neben solch egostischen Menschen zu wohnen, die keinerlei Rücksicht auf kleine Kinder oder arbeitende Bevölkerung nehmen, ist schon eine schmerzhafte Sache. Ich hoffe das dies ein Einzelfall ist, werde dazu weiter recherchieren und mich dann ggf. auch mit der Presse in Verbindung setzen. Wohnungsterrorismus ist nicht akzeptabel.

Mit freundlichen Grüßen
U. Werner

Leider gabs, obwohl auf der Seite des Vereins im Kontaktformular hinterlegt, keine Antwort. Auf ihrer Facebookseite gibt es gar keine Kommunikationsmöglichkeit. Kommunikation und Kritikfähigkeit gehören da anscheinend nicht zum Standard. Schade. eine Gute Idee bekommt so im hiesigen Umfeld einen ganz miesen Ruf und letztlich der Verein ebenso.

2 Kommentare

  • Auch wenn ich den Ärger verstehen kann, sollten Sie sich 5mal überlegen, das Wort „Terrorismus“ in diesem Zusammenhang zu benutzen. Sowas geht einfach nicht. Ändert nix an Ihrer Situation, macht den Brief aber auf einen Schlag unsachlich.

  • Lärm ist auch eine Form von Gewalt und wird oft entsprechend auch eingesetzt. Nichts anderes widerfährt hier der gesamten Nachbarschaft.
    Ob stinkende Lagerfeuer im Garten (von denen die Feuerwehr sicherlich kaum begeistert wäre) ob Konzerte mit Aussenverstärker für die Strasse oder nächtliches Sägen… das ist intolerant, arrogant und eine Form von lärmender Gewalt. Der Begriff des „Wohnungsterrorismus“ erscheint mir in dem Fall sogar sehr angebracht. Ruft der Nachbar wegen zu viel Lärm Nachts mal wieder die Polizei, kommt als Kommentar „Die schon wieder, wir wissen Bescheid“.

    Ein Haus vor dem Verfall zu retten ist eine gute Sache, der ich sehr positiv gegenüberstehe. In welcher Art und Weise das dort jedoch geschieht ist unsinnig, ärgerlich und schadet letztlich dem ganzen Projekt. Ich bin, was meine Wortwahl angeht, weit unter dem geblieben,was die Nachbarn dazu zu sagen hätten, das dürfen Sie glauben…

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