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Virenschutz für den Mac – Virenscanner im Test

Die einen winken müde lächelnd ab und meinen, mit einem Mac sind sie automatisch rundherum geschützt und bräuchten so etwas nicht. Die nächsten nutzen bereits jede Möglichkeit und Dritte beginnen gerade erst mit dem Umdenken.

Der alte Mythos, ein Mac könne gar keine Viren oder Trojaner haben ist so falsch wie er alt ist. Sicherlich ist das System von Hause aus dank dem System weniger anfällig als die meisten Virenschleuder-PC´s, doch die Augen verschließen sollte man nicht.

Lange Zeit gab es wenig bis gar keine Software, nun stehen alle Großen Hersteller schon längst parat und bieten ihre system auch für den Mac an. Von kostenlos bis noch gerade so günstig ist alles drin.

Drei unterschiedliche Vierenscanner für den Mac habe ich mir rausgesucht und sie mal den großen iMac gründlich testen lassen. Damit sie auch was zu finden haben, hab ich ihnen eine scheinbare Virusdatei eines befreundeten Programmiers untergeschoben (die in Wirklichkeit aber zum Glück ganz harmlos ist). Trotzdem hätte sie gefunden werden müssen. Zugegeben, es handelte sich dabei um einen Schädlingscode, welcher in einer PHP eingebettet war, die in einem Unterordner lag, aber auch hier erwarte ich Warnungen und Lösungen.

Schauen wir uns die drei Testkandidaten mal einzeln an:

F-Secure Antivirus for Mac

Preis: 20 Euro / Jahr

Die Installation geht einfach und relativ schnell von statten. Leider wird man nicht darüber informiert ob die Datenbanken des Virenscanners aktuell sind oder nicht. Das ändert sich dann leider auch nicht mehr. Die Auskünfte sind spartanisch und das ganze Programm wirkt eher wie aus den 90ern. Der Scanvorgang an sich läuft brav im Hintergrund. Leider stockt die Prozentanzeige und springt dann, also heißt es Geduld mit zu bringen.

Gefunden hat das Programm… nichts. Normalerweise würde mich das freuen, doch in dem Fall hätte es etwas finden müssen. Fehlanzeige. Besonders gut geschützt fühle ich mich hierbei auf jeden Fall nicht und das Programm ist nicht gerade informativ oder benutzerfreundlich, so mein Eindruck.

 

 

Der zweite Testkandidat:

Kaspersky Anti-Virus 2011 for Mac

Preis 39,95 Euro / Jahr

Der Hersteller spricht ja eigentlich schon fast für sich. Zu meinen früheren Windows-Zeiten war Kaspersky stets beim bevorzugtes Schutzsystem. Um so gespannter war, wie sich die Mac-Version präsentieren würde.

Enttäuschung trifft es vielleicht nicht ganz, was mich da erwartete. Ein übersichtliches, fast schon mageres Display, wenig übersichtlich und mit Funktionen, die man erstmal suchen muss.

Grafisch noch etwas aufgehübscht, fand auch dieser Scanner…nichts. Interessant war dabei auch, dass trotz angeblicher Vollsuche, dabei nur knapp die halbe Anzahl von durchsuchten Dateien wie beim Kandidaten zuvor angezeigt wurde. Die Datenbanken sind über sieben Monate alt, aber werden selbst nach einem Update als aktuell bezeichnet. Gut, vielleicht gibt es für den Mac von der Bedrohungslage her nicht die Notwendigkeit oft zu aktualisieren, aber sieben Monate… das schafft dann doch kein allzu großes Vertrauen. Die Einstellmöglichkeiten sind eher marginal und das Ganze für den Preis doch eher enttäuschend.

Kommen wir zum letzten und neuesten Kandidaten:

Avira Mac Security

Preis: kostenlos und ohne Werbung

Avira, das wird auch vielen Windows-Usern ein Begriff sein. Die Mac Security kommt kompakt daher. Ein Planer ist vorhanden, um seine Scanvorgänge zu koordinieren. leider stürzte dieser dann beim testen ab und an ab. Über Gefundene Schädlinge und gibt es sowohl Log-Files, als auch einen Quarantänebericht. Leider lässt sich die Größe des Fensters aber nicht verschieben/ verändern, so dass einem bei längeren Pfaden von Unterverzeichnissen diese nicht ganz angezeigt werden. So nützt einem das dann doch recht wenig und ärgerlich bei einem sonst durch aus guten Programm.

Die CPU Last ist relativ gering, außer natürlich bei der Vollsuche. Diese durchsucht dann gleich ein Vielfaches der Dateien ihrer Testpartner und siehe da: recht erfreulich, auch PHP-Scripte werden durchforsten und unser eingeschleuster Pseudoschädling wurde auf Anhieb gefunden.

Ausgerechnet also das kostenlose Programm stellte im Gesamtvergleich also als das dann doch beste heraus. Ganz gelungen ist keines von Ihnen. Trotzdem wird man sich mit der Zeit auch auf einem Mac mit der Problematik des Schutzes mehr beschäftigen müssen.

2 Kommentare

  • Hallo Uwe,

    vielen Dank für Deinen sehr interessanten Testbericht. Es ist nicht einfach aussagekräftige Informationen zu Anti-Virus-Programmen für Mac zu finden.

    Viele Grüße
    Robert

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