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Tim Burtons „Dark Shadows“

Und wieder trifft zum wiederholten Male der Meister des morbiden Komik, Tim Burton, auf Jonny Depp. „Dark Shadows“ stand für heute auf den Kinoplan.

Nicht alle gemeinsamen Projekte der beiden waren immer auch erfolgreich. „Alice im Wunderland“ war schrill und bunt und eher ein mittelmässiger Erfolg. Darum überließ man diesmal nichts dem Zufall, jagte schon Zeiten vorher Trailer durchs Kino und auch wenn jeder weiß, dass Trailer lediglich oft die besten Momente eines Films vereinen, wird man bei Dauerberieselung trotzdem neugierig. Ein neuer Depp, ein neuer Burton, da geht man hin.

Herausgekommen bin ich, sagen wir mal, amüsiert. Begeisterung geht anders. Um es mit der eigentlich sehr treffenden Filmkritik der Zeit-Online zu zitieren:

„Der Regisseur der morbiden Ideenfeuerwerke zündet in Dark Shadows nur ein paar Tischvulkane.“

Das war es dann aber auch schon. Der Film hat Längen und bedient sich teilweise schonungslos bei anderen Filmen des Genres. Ob „Hocus Pocus“ oder „Der Tod steht ihr gut“, selbst mit Helena Bonham Carter und Jonny Depp gab es eine Art Revival auf „Sweeney Todd“. Für mich ein wenig von allem zusammengemixt. Das Original, die Serie „Dark Shadows“ aus den 60ern kennt heute kaum noch einer. Bei Youtube kann man einige Folgen sehen und wer das macht, dem wird schnell klar, an den Wortwitz der Originale komme die Coverversion von Tim Burton einfach nicht heran. In den Neunzigern gab es im Übrigen schon einmal einen recht erfolglosen Versuch die Serie wieder zu beleben. manches sollte man einfach mal ruhen lassen.

Die Musik ist so hintergründig, das sie weder auffällt, noch im Gedächtnis bleibt. Das Beste am ganzen Film ist nach wie vor Jonny Depp, doch jeder Schauspieler ist nur so gut wie das Drehbuch.

Amüsiert und ein ganz klein wenig enttäuscht, das bleibt. Trotzdem ein Film zur guten Unterhaltung, aber wer Burton kennt, der weiß, der Film könnte schon wieder ein großer Knaller werden. Freuen wir uns drauf.

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