Leben & Arbeit

Social Media Zeitfresser?

Social Media als Zeitfresser

Social Media ist immer noch oder schon wieder in aller Munde. Immer mehr Firmen setzen darauf und verbieten doch gleichzeitig in den eigenen Büros den Zugang dazu. Ein Widerspruch?

Mitnichten, denn wer wirklich auch nur mal nebenbei die Timelines von Facebook, Google+ und vielleicht noch Twitter im Auge behalten möchte, der wird schnell feststellen:

Social Media ist ein Zeitfresser

Wir brauchen uns um die wachsende Bedeutung der Nutzung von Social Media Kanälen für Politik, Unternehmen und Vereinen wohl nicht mehr groß zu unterhalten. Ob Personalrecruiting, Firmenprofiling oder Trademark, der tägliche Einsatz ist ein fester Bestandteil für viele Firmen und somit auch für meine Arbeit.

Und doch ertappe auch ich mich immer wieder mal dabei, wie ich interessiert eine Unterhaltung bei Twitter verfolge, mich einbringe, spannende Links markiere oder im schlimmsten Fall gleich nachlese. Eben noch war ich voller Elan und Eifer bei einer wichtigen Aufgabe und schon kommt Twitter dazwischen, schreibt mich einer bei Facebook und so weiter…

Durch die Vielzahl der Möglichkeiten verzetteln wir uns schnell mal und ein kleiner privater Plausch am Rande geht mehr und mehr nahtlos in berufliches über.

Infografik: Social Media frisst die meiste Online-Zeit | Statista

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Arbeitshemmend oder Förderung der kreativen Arbeitsleistung?

Auf diese Frage haben die meisten Firmen bisher nur das oben angesprochene Verbot als Antwort und Lösung parat. Dabei ist längst erwiesen, dass ein Mix aus Einflüssen uns kreativer und besser arbeiten lässt. Natürlich lässt es sich nicht wirklich verallgemeinern, denn natürlich benötige ich bei einer Konzepterstellung, Keywordrecherche u.ä. schon die ungeteilte Aufmerksamkeit, doch ich habe mir angewöhnt, immer wieder kleine Pausen einzulegen. Auch diese nutze ich sinnvoll, tanke meine Aufmerksamkeits- und Konzentrationsbatterien auf, aber hole mir auch äußeren Input und habe nicht das Gefühl  völlig abgeschnitten von allem zu sein.

Natürlich lässt sich diese Arbeitsweise kaum für die meisten übertragen, doch bei mir funktioniert sie gut. Twitter läuft auf dem Tweetdeck im Hintergrund mit, Facebook und Google+ schalte ich erstmal ab und schau in den pausen hinein und alles Neue und Interessante kommt in den normalen Workflow. So geht nichts verloren.

Social Media als Ergänzung statt Ablenkung

In fast jedem Netzwerk kann ich mir Listen, Filter setzen und mich nur mit bestimmten Themengebieten auseinandersetzen. Wenn ich mir dies, passend zu meinem Arbeitsumfeld, einstelle, dann wird aus der großen Ablenkung Social Media letztlich doch noch eine passable und nützliche Erweiterung.

Ausblenden was stört, ohne komplett verzichten zu müssen. Vielleicht der Workflow der Zukunft.

 

Fotoquelle: Pixabay – Gerd Altmann (Lizenz: CC0)

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