Leben & Arbeit

Rauchverbot

… oder warum es mir egal ist mich unbeliebt zu machen.

Gewiss trete ich mit dem Thema eingefleischten Rauchern mächtig auf die Füße und es liegt mir fern hier etwas von Gesundheitsschäden und ähnlichem erzählen zu wollen, dass muss nun wirklich jeder für sich wissen.
Was mir jedoch ganz mächtig auf die Nerven geht, ist das „Platz da, hier bin ich!“, Gehabe so mancher Raucher.

Typische Szene am Morgen:
Es regnet. Es gießt regelrecht von oben. Sechs bis acht Mann suchen Schutz im Wartehäuschen an der Bushaltestelle. Zwei Raucher zünden sich erstmal bequem eine Wartezigarette an und nebeln erbarmungslos alles ringsum ein. Ob da Kinder oder Rentner sitzen, vollkommen egal. Besonders schlimm sind junge Mütter mit Baby im Kinderwagen, die trotzdem unbarmherzig Rauch aushusten.

Noch ne typische Szene:
Bei schönen Wetter im Sommer sitzt man, so ein Lokal das hat, gern draußen. Kaum kommt das Essen, ist der Nachbartisch fertig mit dem selbigen und zwei Raucher spielen mit uns „Fog – der Nebel des Grauens“. da kann einem das Essen vergehen. Auf die höfliche Anfrage, ob sie das vielleicht freundlichst einstellen würden, kommt eine patzige Antwort: „Sie können ja reingehen“.

Leider keine Einzelfälle, sondern eher die Regel.
Gewiss, Raucher haben es zunehmend schwerer, seitdem ihnen in den meisten Lokalitäten das Abrennen ihrer Freudenfeuer verboten wurde. Müssen sie deshalb draußen um so penetranter und rücksichtsloser sein?

Da vergeht einem schon die Lust auf die anstehende Weihnachtsmarktbesuche, wo man wieder von allen Seiten angeraucht wird.

Je länger ich so etwas erlebe und die Reaktionen auf ggf. Nachfragen oder Bitten, desto mehr bin ich für ein generelles Rauchverbot in der Öffentlichkeit. Von mir aus soll man „Raucherinseln“, ähnlich wie auf Bahnhöfen installieren, das würde dann nicht der kippengeschädigten Umgebung, sondern auch den Menschen zu gute kommen.

Wer rauchen will, der kann dies gern daheim, in seinen vier Wänden tun bis die Nebelhörner tuten, aber bitte verschont doch all die Unschuldigen, die nur zufällig neben einem stehen oder sitzen!

Gäbe es eine politische Partei, die für soetwas ernsthaft eintreten würde, sie hätte meine Stimme sicher…

2 Kommentare

  • Du hast völlig Recht! Ich warte schon lange darauf, dass das generelle Rauchverbot in der Öffentlichkeit endlich eingeführt wird. Deutschland hinkt da vielen anderen Ländern hinterher, was ich persönlich sehr bedauerlich finde, weil „Passivrauchen“ ja keinesfalls ungefährlich ist. Was die Leute in ihrer eigenen Wohnung machen ist mir auch egal ;).

    Lieber Gruss
    Eva

  • Zu sehr darf Vater Staat den Rauchern auch nicht auf die Füße treten, immerhin kommen über die Tabaksteuer ganz ansehnliche Summen in die Kasse 😉

    Prinzipiell wäre ich natürlich auch für restriktive Maßnahmen – wenngleich mich als Ex-Raucher der Qualm weniger stört. Mir geht es dabei schon eher um den gesundheitlichen Aspekt. Und vor allem darum, dass es nicht nur für Kinder/Jugendliche unattraktiver werden muß – sei es über höhere Preise oder idealerweise über ein Verständnis dafür, dass es eben nicht cool ist, zu rauchen. Über die Konsequenzen wird man sich in diesem Fall ja leider erst klar, wenn’s zu spät ist…

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