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Postbox, die Mail-Alternative für den Mac

Schon seit einiger Zeit bin ich dem hauseigenen Mail-Programm von Apple untreu geworden. Mit einigen Erweiterungen war es zwar letztlich ganz gut nutzbar, aber doch noch nicht ganz was ich wollte und brauchte. Thunderbird wurde eingestellt, Sparrow war für mich, schon aus beruflichen Gründen, nie wirklich eine Alternative und Outlook arbeitete wiederum nicht gut genug mit anderen Ressourcen zusammen. Dann stieß ich in einem einem anderen Blog auf Postbox. Im Grunde ist Postbox ein ziemlich erweitertes Apple Mail und so erinnert auch das Design angenehm an die klaren Linien und kommt Apple-like daher.

Entwickelt wurde der Mail-Client auf der Basis von Thunderbird, so dass man durchaus etliche Erweiterungen auch hierbei nutzen kann. So kann man Postbox zwar erweitern, was aber kaum nötig ist. Ob Filter, Regeln, die Anbindung an Evernote (Für mich ein ganz wichtiges Argument) Facebook oder die Dropbox, im Grunde alles da, was ich brauche. Die Migration, der Import der bisherigen Mailkonten läuft fast problemlos. Lediglich Signaturen müssen neu gesetzt werden, was aber zu verschmerzen ist.

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Postbox ist natürlich auch auf deutsch verfügbar, doch da ich meine eigenen Mails kaum anzeigen möchte, nutze ich einige Screenshots für Presse.

Wo bei anderen Clients Ordner die Rolle der in Google Mail verwendeten Labels übernehmen, gibt es bei Postbox eine richtige Integration dieser Funktion. Der Vorteil bei den Labels ist, dass man E-Mails in mehrere Labels/Ordner packen kann und nicht die E-Mails verschiebt, sondern nur ordnet, bzw. beschriftet. Diese Funktionen hat Postbox alle inne und kann neben den Labels auch die in Google Mail verwendete Markierung als Wichtig oder die Übersicht aller Nachrichten perfekt verarbeiten.

Hervorzuheben ist auch die Suchfunktion, die es wirklich in sich hat. Auch lassen sich nur Anhänge oder Bilder gesondert anzeigen, was beim Durchsuchen nach einem bestimmten Bild in einem Haufen von Mails ganz sinnvoll daherkommt.

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Wer schon früher mal Thunderbird gearbeitet hat, wird die Tab-Funktion hier wiederfinden. Einzelne Mails oder ganze definierte Gruppen lassen sich hier so in Tabs ordnen. Auch die Optik lässt sich den persönlichen Wünschen anpassen und so arbeite ich ganz gern mit einer Label-Spalte, mit der ich meinen Posteingang schnell umsortieren kann. Dort lassen sich auch bevorzugte Kontakte ablegen und deren Mails einer Indizierung gleich anzeigen.

Und dann gibt es da noch ein weiteres Killerfeature: der sogenannte Summarize Mode, welcher in EMail-Antworten nur die Inhalte als Replay anzeigt und nicht den ganzen Footer noch dazu. Jeder kennt wohl diese teilweise sehr unschönen endlosen Footer-Auflistungen, wenn einige Mails bei der Antwort zitiert werden. Postbox filtert das ganze automatisch raus und so entstehen schöne mails, einem Chatverlauf nicht unähnlich.

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Für mich hat sich der Umstieg gelohnt und ich möchte da nicht mehr darauf verzichten. Wer mehr als nur ein privates kleines Postfach sein eigen nennt, sollte es ausprobieren. Indessen auch für Windows verfügbar.

(Screenshots: Press-Relase: postbox-inc.)

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