Gesundheit

Mit Birkenzucker Xylit auf Entdeckung

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Birkenzucker Bonbons aus Leipzig? Wie Xylit hergestellt wird, welche Wirkung es hat und wie ich Bonbons aus Birkenzucker verkoste.

Was ist Xylit?

Birkenzucker, also Xylit war für mich nicht viel mehr als ein Begriff aus der Nahrungsmittelindustrie. Als ich Birkenzucker das erste mal gelesen habe, fragte ich mich verwundert: Birken? Zucker?

Rein optisch sieht Xylit nicht anders aus als der normale Haushaltszucker: kleine weiße Kristalle, mit denen man Speisen würzen kann. Und doch gibt es erhebliche Unterschiede: Xylit hat nur ungefähr halb so viel Kalorien wie der normale Haushaltszucker!

Birkenzucker, so lerne ich weiter, soll besser für die Zähne sein, weil er keine Karies verursachen kann. Er sei sogar im Stande den Zahnschmelz zu remineralisieren. Xylit wird heute schon oft in Kaugummis, Zahnpasta oder Mundwasser verwendet. Er wirkt antikariogen, was bedeutet: Aus Birkenzucker können Bakterien keine Säure bilden. Darum schade er den Zähnen nicht, heißt es.

Was hat die Birke damit zu tun?

Das Verfahren, um Xylit zu gewinnen ist aufwendig. Der Birkenzucker wird aus Baumteilen hergestellt. In Finnland dient traditionell Birkenrinde als Rohstoff, daher kommt also der Name Birkenzucker.

Xylose, als Grundstoff, kommt aber in vielen Pflanzen vor: Birkenholz, Buchenholz, Maiskolben, Kokosnüssen, sogar in Stroh und auch in Früchten wie Erdbeeren und Himbeeren.  Der Anteil ist oft allerdings weniger als ein Prozent der Trockenmasse. Die Gewinnung ist technologisch aufwendig und auch teuer, daher schlägt das auch beim Endprodukt zu Buche.

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Vor und Nachteile von Birkenzucker

Neben der geringeren Kalorienmenge gegenüber Haushaltszucker, dem antikariogenem Verhalten, hat Xylit gerade auch für Diabetiker (Typ1 und Typ2) einen entscheidenen Vorteil, es wird nahezu ohne Insulien abgebaut und beeinflusst den Blutzucker kaum.

Wie bei vielen Zuckerersatzstoffen besteht bei einigen Menschen die Problematik anfangs mit Verdauungsproblematiken zu reagieren. Diese bestehen in den allermeisten Fällen nur während einer kurzen Eingewöhnungsphase und verschwinden danach.

Für Hunde ist Xylit im übrigen absolut schädlich, aber Tiere sollten sowieso keine Süßigkeiten erhalten! 

Bonbons aus Birkenzucker?

Nicht nur die große Lebensmittelindustrie hat Xylit für die Verbraucher entdeckt, man kann es selbst auch als Alternative zum Haushaltszucker kaufen und verwenden. Und dann gibt es noch kleine Überraschungen wie eine Gaststätte in Leipzig, welche nun im Familienbetrieb auch süße Entdeckungen aus Birkenzucker herstellt.

Nun bin ich immer neugierig auf Leipziger und ihren Unternehmergeist und schnell war ein Kontakt geboren. Eine Gaststätte im Familienbetrieb, die Tochter eigentlich Fotografin – man merkt, es ist nicht typische weg für solch ein Produkt. Vielleicht ist es aber gerade deshalb so spannend, da es aus einem Eigenversuch für die eigenen Kinder entstand.

Von Hand gegossen und nicht pulverisiert gepresst, das ist der Unterschied zu anderen Anbietern und glaubt mir, ich habe mir extra ein Vergleichsprodukt besorgt: den unterschied schmeckst Du deutlich!

Noch in der Entwicklung und demnächst schon mit Shop:  

www.birkenzuckerbonbons.de

Also schnappte ich mir einige Kostproben und nahm sie mit zu meiner Familie nach Berlin. Wenn jemand Spezialist für Süßigkeiten ist, dann sind es doch Kinder und deren Freunde.

Die Verkostung

Wenn man die kleinen Tüten öffnet, strömen die Düfte der Öle schon einem entgegen. Minze lässt sich leicht identifizieren, bei Orangen kam auch Mango als Vorschlag (im Übrigen auch ein Vorschlag als Geschmacksrichtung!)

Bei der Geschmacksrichtung Minze, mein persönlicher Favorit, meinten die Kinder, es wäre eine „Kühle“ zu spüren, die aber angenehm sei. Ihr könnt Euch denken, dass ich bei den hochprofessionell ernsten Gesichtern der Kleinen schmunzeln musste…

Bonbons aus Birkenzucker, Orange hat sofort überzeugt und war ich dann auch schon los. Jeder hat halt so seinen Geschmack. Insgesamt sind Kinder meist süßere, klebrigere Dinge gewöhnt, dachte ich. Fehlanzeige! Gerade das die Bonbons nicht so übertrieben süß und mehr fruchtig sind, kam da besonders gut an.

Das die kleinen süßen Knöpfe allerdings aus ner Birke stammen sollten, nahm mir dann doch niemand ab…

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