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Mailbox, echte Konkurrenz oder einfach nur schick?

Mailbox Review

Mit Mailbox steht ein neues Mailprogramm für Mac, das iphone, iPad und Android in den Startlöchern. Derzeit nur als geschlossene Beta und über einen speziellen grafischen Coin freischaltbar, verspricht das Programm für die Zukunft eine neue Art mit Emails umzugehen.

Konzipiert für den mobilen Bereich und unter der Nutzung von Dropbox und icloud, kommt das Programm mit allerlei Möglichkeiten daher. Doch ist es wirklich alltagstauglich und hat es das Potential sich am Markt zu behaupten?

Ich habe mir Mailbox mal im Praxistest bei mir angesehen und über Tage verfolgt. Mein Emailaufkommen ist, schon aus beruflichen Gründen, teilweise doch enorm groß. Wie kann sich „Mailbox“ da behaupten und hat es das Zeug andere Programme abzulösen?

Mailprogramm mailbox
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Mailbox für den Mac

Auch wenn alles ein Programm ist, finde ich doch, das es Unterschiede in der Desktop- und mobilen Variante gibt, die es für mich sinnvoll machen,beides getrennt zu betrachten.

Da ich verständlicherweise meine eigenen Daten hier nicht verwenden möchte, greife ich teilweise auf die zur Verfügung gestellten Screens des Anbieters zurück.

Mailbox kommt als sehr schnelles und optisch schönes, aufgeräumtes Programm daher.  Beim ersten Eindruck frage ich mich bereits, wieso schaut das etwas in die Tage gekommene Mailprogramm von Apple für den mac nicht so aus? Hell, freundlich, flat und jederzeit übersichtlich, intuitiv, so begrüßt Mailbox seine User.

 

Dem Ganzen geht eine recht einfache Anmeldeprozedur voraus. Ein Dropbbox-Konto wird benötigt um das Programm einzurichten. Da derzeit nur Googlemail-Konten direkt eingerichtet werden können, macht es Sinn seine anderen Konten und Einstellungen über die icloud zu importieren. Das geht schnell und einfach, ist allerdings sicherlich nicht für jeden geeignet. Datenschützer mögen an dieser Stelle schon aufstöhnen, aber auch für manchen Unternehmer kommt bereits hier das: no go.

Alle in der icloud verfügbaren Konten werden problemlos importiert. Angezeigt werden sie jedoch nicht, nichtmal in den Einstellungen. Es bleibt eigentlich nur, jedes Konto mal mit einer Testmail zu versehen, um heraus zu finden, ob alles wirklich da ist. Schreiben lassen sich Mails bei meinem Test auch nur über das Googlemailkonto. Auch dies schließt viele Anwendungen dann wieder aus.

Schon an dieser Stelle bleibt das erste Fazit: für den privaten Bereich sicherlich eine unkomplizierte Sache, beruflich und wer wert auf eine umfangreiche Mailkontenführung legt, liegt hier bislang falsch.

Mailbox Mailprogramm
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Listen und Erinnern – die Features

Mailbox bietet aber mehr als nur reine Optik. Die Entwickler haben sich damit auseinandergesetzt, was jeder täglich mit seinen Mails so anstellt.

Features wie Mails in Listen sortieren oder zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal vorzulegen, gibt es so einfach und schön bisher wohl nirgends umgesetzt.

Ebenso ist es per Button leicht möglich eine Nachricht speziell noch einmal für die Mobile Version zu pushen.

 

 

Mails lassen sich so auf den späteren tag, die nächstes Woche oder ein bestimmtes Datum verschieben, wo sie dann aktuell noch einmal angezeigt werden. Praktisch für zu zahlende Rechnungen oder Einladungen. Durchaus wäre das auch praktisch für den beruflichen Bereich und in der einfach intuitiven Form wünsche ich mir das für mein Postbox, an dem bisher kein Weg vorbei geht.

Mailbox ist für private User sicherlich eine sehr schöne und schnelle Alternative zu den bisherigen Angeboten bei Mailprogrammen. Wer mehr will, stößt schnell an die Grenzen. Beruflich ist es in meinen Augen kaum einsetzbar.

Doch ein großes Plus sind zweifelsohne die abgestimmten und kostenfreien Apps fürs iphone und Android.

 

Mailbox für das iphone

Auch gibt es die gleichen Funktionen wie in der Desktopvariante, genauso leicht zu bedienen, genauso schön dargestellt.

Nachrichten lassen sich in Listen ordnen und verschieben und natürlich werden alle Daten der Desktopvariante sofort übernommen.

Die App überzeugt mit Geschwindigkeit und Optik. Kleine Schmankerl, wie andere Browser als den Standard-Safari zum Anzeigen zu nutzen, machen die App auf anhieb sympatisch.

Die Abfragen, ob das Programm auf die Kontakte zugreifen kann, lässt hoffen und einen dann doch genauso enttäuscht zurück wie bei der Desktopvariante. Keine Chance in meinem Test auf Kontakte und Mailadressen zuzugreifen. Da ich kaum alle im Kopf haben kann, ist das schon wieder leider ein: no go

 

Das Fazit

Vielleicht habe ich mit einer iOS-Version einfach nu Pech gehabt, vielleicht funktioniert das Ganze im englischen Original besser, Fakt ist: Mailbox ist ein optischer Leckerbissen und lässt andere Mailprogramme, egal ob auf dem Desktop oder als iphone App, recht alt aussehen. Die Features sind gut und intuitiv, allerdings lassen fehlende Kontenansichten und die nicht funktionale Nutzung des Adressbuchs das Programm letztlich doch auf breiter Ebene durchfallen.

Mag die Desktopbvariante noch Beta sein, die iphone ist es nicht und daher leider keine Empfehlung von mir. Vielleicht bringen zukünftige Versionen da noch etwas mehr Freude. Ich würde es mir wünschen.

Mailbox Logo

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