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Lion und warum mein iMac noch wartet

Seit einigen Tagen brüllt nun der Löwe auf meinem Macbook und bisher konnte ich mich nicht recht durchringen ihn auch auf meinen iMac loszulassen.

Verspielt kommt Lion daher. Ical und das Adressbuch haben ihre Übersichtlichkeit verloren und wirken gar nicht mehr Apple-like. Gerade iCal, welches für mich auch arbeitstechnisch sehr wichtig ist, empfinde ich als reine Verschlimmbesserung.

Doch auch technisch hakt Lion ab und an mal beim macbook. Nach Beendigung des Ruhezustandes dauert es eine ganze Weile ehe das WiFi-Netzwerk gefunden und die Verbindung zum Internet wieder hergestellt wurde. Klappe ich das Macbook zu, während der DVD-Player geöffnet ist, verschluckt sich der Löwe daran und bringt entweder danach nur Ton oder gar nichts mehr und so heißt es das Programm beenden und neu starten.

Da ich statt Safari den Firefox nutze bringen mir viele Gesten nichts und das Launchpad mag für iPad-Nutzer schön sein, aber für mich genügen die wichtigsten programme im Dock. Auf dem iMac, wo weitaus mehr Programme installiert sind, würde sich das gar nicht erst lohnen.

Wenn ich dann noch die problematische Anbindung an NAS-Systeme bedenke, steht mein Entschluss, dem iMac erstmal Lion vorzuenthalten . Irgendwie viel Kosmetik, viel Spielerei, aber der große Wurf ist das für mich irgendwie doch nicht.

EDIT:

Zumindest das Adressbuch und iCal haben indessen das Lederoutfit verloren.

9 Kommentare

  • Einem Beitrag zufolge soll es möglich sein seinen iCal und Mail Programm in das alte Design zurück zusetzen.

    Über die anderen Dinge wurden sehr oft im Internet berichtet. Hoffentlich kommt bald das erste Update.

    Summa Summarum bringt Lion einige Verbesserungen mit sich, ist jedoch wie jedes neu erschiene Programme mit Fehlern behaftet. Leider… Jedenfalls ist wieder der richtige Weg in Richtung Zukunft eingeschlagen wurden.

  • Also leider habe ich zu iCal nichts gefunden außer den Skin auszutauschen, aber es bleibt so. Mail empfinde ich gar nicht als als schlecht, da ich schon vorher die drei-Spalten-Variante durch ein Zusatz hatte und sie recht praktisch finde.

  • Launchpad ist auch nichts für mich. Das ist wohl mehr für Einsteiger und Umsteiger aus Richtung iPad gedacht. Für manche Nutzer bestimmt praktisch, die wichtigen Apps da übersichtlich an einer Stelle zu haben, denn es ist ja deutlich mehr Platz als im Dock. Nur nutze ich eh in der Regel Spotlight als Programmstarter.

    Mir gefallen die Fullscreen-Apps und Mission Control. Man muss sich einmal die Gesten in den Systemeinstellungen anschauen, dann ist das schnell drin. Ging mir jedenfalls so. Jedenfalls nutze ich nun plötzlich „Spaces“, was ich früher nie getan habe. Ist schon nett, manche Programme auf eigenen Screens zu haben. Aber das funktioniert natürlich (erst einmal) mit Apples eigenen Programmen wie Safari und Mail. Ich gebe ja ehrlich gesagt immer den Tipp, so viele Apple-Programme wie nur möglich zu nutzen… Es ist einfach so, dass der Mac dann am rundesten funktioniert. Viele werden das natürlich ablehnen 😉 Der Firefox beispielsweise ist nun einmal ein optisch angepasster Fremdkörper. Der Safari hingegen ist die Benutzeroberfläche für Betriebssystembestandteile rund ums Internet. Muss man nicht mögen, diese Verknüpfung, ich weiß. Ist aber trotzdem so.

    Mail haben sie teilweise merkwürdig verändert. Ich kann nur noch eine Mail zur Zeit öffnen und nicht mehrere – oder ich habe da irgendein Häkchen noch nicht gefunden. Dafür sollen wiederum die Suchfunktionen erheblich besser geworden sein, was ich noch nicht ausprobiert habe.

    Unter der Haube gibt es viele Verbesserungen. Wichtig wird aus meiner Sicht noch die Sache mit den Versionen und dem Wiederherstellen. Auch das funktioniert natürlich nur in den Applikationen, die entsprechend angepasst werden. Dann aber gibt es kein manuelles Speichern mehr – genauso wie auf dem iPad. Die Dokumente werden automatisch gespeichert und versioniert. Man kann jederzeit auf frühere Versionen zurückgreifen. Programme können dann auch einfach beendet werden, ohne dass man erst lange bestätigen muss, ob man Änderungen in den Dokumenten nun speichern will oder nicht – sie sind ja bereits gespeichert. Auch hier sind natürlich Apples Programme die Vorreiter.

    Alles in allem gefällt es mir gut und ich bin bislang auf erstaunlich wenig Probleme gestoßen. Das Update ging innerhalb von 15 Minuten und seitdem läuft bislang alles. Hätte da mehr Schwierigkeiten mit Programmen, Einstellungen usw. erwartet.

  • Die drei Spalten in Mail kann man tatsächlich in den Einstellungen wieder in das „klassische“ Design umstellen, was ich letztlich gemacht habe, denn ich bearbeite Mails immer zuerst nach dem Betreff…

  • Danke jan für Deine Sicht der Dinge! Ich werde mich dieser tage noch ein wenig mehr mit Lion auf dem macbook beschäftigen. Mission Control alias „Spaces“ habe ich auch schon als recht nützlich entdeckt und früher nie genutzt. Vielleicht findet sich ja auch für den DVD Player oder ical noch eine Lösung.

  • Ich warte noch eine Weile und steigen dann eventuell um. Mir erschließen sich nicht die neuen Features die den Umstieg schmackhaft machen sollen. 🙂

    Klar, optisch wird sicher einige geboten, ich arbeite mit dem Mac und da interessiert eher das was entsteht. 🙂

  • Bei so viel kritischen Bemerkungen zum Löwen bin ich froh, nicht zu der ersten Million zu gehören, die gleich am ersten Tag das Update gekauft haben. Vor allem die Kompatibilität mit nicht-apple-eigenen Programmen soll problematisch sein.

  • Ich habe für mich noch keine Nachteile bemerkt und alles funktioniert, bis auf eine nicht aktuelle Version von Parallels für Windows auf dem Mac. Ich finde halt full-frame und den neuen Safarai praktisch, den man aber auch so haben kann.

  • Inkompatibilitäten habe ich noch gar nicht bemerkt, obwohl ich den Rechner wirklich intensiv nutze und da auch echt allen möglichen Kram drauf habe, der teilweise über Java funktioniert etc.pp.

    Im Zweifel gibt es dafür aber sogar Listen, welche Programme noch Probleme machen.

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