Leben & Arbeit Leipzig

Kinder, wie die Zeit vergeht…

Durch Zufall bin ich gestern darüber gestolpert, dass es diesen Blog nun auch schon wieder über zwei Jahre gibt. Ich bin erstaunt! Vom Gefühl her ist es nicht mal ein Jahr. Der Unterschied zu meinem alten Blog ist die Schlagzahl der Einträge und das es hier vielleicht nicht ganz so Tagebuchartig zugeht. In alten Blogzeiten brachte ich es durchaus auch mal auf zehn Einträge pro Tag,aber da spielte Facebook noch keine große Rolle und war an Twitter und Google+ noch gar nicht zu denken.

Zwei Jahre, wie die Zeit doch vergeht. genauso lange wohne ich nun in Dresden und beginne in der nächsten Woche langsam die ersten Kisten zu packen. Leipzig ruft, auch wenn noch nicht alles in trockenen Tüchern ist. Ich freu mich auf den Wechsel. Es hat es mit innerem Aufbruch zu tun und dem Gefühl, dass sich etwas ändern sollte. Vielleicht bin ich aber auch nur ein unruhiger Geist, der auch vor dem zwölften Umzug nicht zurückschreckt 🙂

Wenn ich noch etwas weiter zurück schaue komme ich zu meinem allerersten Blogeintrag überhaupt. Dezember 2005, über sechs Jahre….

Endlich geschafft…

Nicht nur die Seite ist endlich fast fertig, nein, ich habe mich auch noch dazu durchgerungen hier einen der ach so beliebten Blogs mit einzufügen.
Warum eigentlich, mag sich der geneigte Leser und Zuseher fragen. Hat dieser Mensch soviel Langeweile, dass er nichts besseres zu tun hat, als auch noch über sein Leben, sein Schreiben und was auch immer zu bereichten? Rennt er jeder noch so debilen Mode hinterher und versucht sich in allem? Ist sein leben so aufregend, dass wir glatt sterben würden, wenn wir nicht wenigstens einen kleinen Teil dieser wahnsinnigen Welt mitbekommen hätten…?
Alles falsch, alles vollkommen daneben und gibt gleich mal gar keine Bonuspunkte.
Weiterraten ist angesagt und vielleicht kommt ja doch jemand auf die Lösung. Den lade ich dann zum Kaffee ein…

Erraten hat es bis heute niemand, irgendwie ja auch nicht einmal ich selbst. Passenderweise gab es vor kurzem erst die Blogparade zu dem Thema, warum man eigentlich bloggt. Da fällt mir dazu dann noch ein Artikel aus dem Jahr 2009 ein, den man nicht so ernst nehmen sollte:

Die 10 goldenen Regeln für einen Blogger

1. Sei immer wichtig! Zeig allen anderen, dass Du im Mittelpunkt stehst. Habe Zugang zu jeder „closed beta“ und sei das auch nur ne billige Web2.0-Kopie, aber erwähne diesen „closed beta“-Zugang möglichst oft. Wisse immer etwas mehr als andere und wenn Dir jemand etwas über andere Blogger oder Webanbieter erzählt, sei stets etwas gelangweilt, als wüsstest Du schon alles.

2. Du musst als aktiver Blogger von Welt zu allem immer eine Meinung haben. Schreibe nie, dass Du Dich mit einem Thema noch nicht beschäftigt hast, auch wenn es ganz neu für Dich ist. Recherchiere ausführlich und hau dann der Blogosphäre ellenlange Monologe über dieses Thema um die Ohren. Du bist allwissend, dass musst Du wissen!

3. Style Deinen Blog nicht. Halte ihn bewusst minimalistisch und mach Dich lustig über alle, die ständig an ihrem Design herumschrauben. So etwas hast Du natürlich gar nicht nötig. Erzähl bloß niemand, dass Du im Grunde nur keine Ahnung davon hast.

4. Sei stets up to date! Kommt ein Thema gerade in den Nachrichten, schreibe sofort darüber. Nutze alle Quellen; kopiere, verändere, merkt doch eh keiner. Aber wenns um Thema Urheberrecht geht, sei anarchistisch und schreibe Dir „Freiheit für die Daten“ auf Deine Fahnen.

5. Versuche auf jede noch so unbedeutende Blogroll zu kommen. Dafür hast Du ja als Tausch selbst eine Blogroll und die kannst Du mit allem ansammeln, was sich bietet. Um so mehr Links, desto besser. Du brauchst sie alle!

6. Du hast niemals keine Lust zum schreiben, sondern nur keine Zeit! Zeige allen, wie begehrt Du bist. Erwähne jedes noch so kleine Barcamp/Konferenz und fahre auch zu jeder hin. Man kann wunderbar Wochen vorher und Wochen nachher darüber berichten. Dort bist Du wichtig, dort bist Du richtig. Lausche den endlosen Vorträgen mit mehr Fachausdrücken als normalen Worten und hau sie Deinen Lesern dann um die Ohren.

7. Ignoriere Blogs, die Deinem Platz in den Rankings und Top-Listen dieser Welt gefährlich sein könnten. Strafe sie mit Missachtung, aber sei betont freundlich dabei. Du bist der Beste und das müssen alle anderen auch einsehen. Schau jeden Tag mindestens dreißig mal auf Deine Besucherzahlen, denn sie das A und das O (obwohl im Wort Blogger gar kein A vorkommt) Sei immer oben in den Rankings!

8. Füge so viele Tags wie möglich unter jeden deiner Einträge, egal ob du übers Wetter oder über deinen neuen Blumentopf schreibst.

9. Ein Blog braucht Zeit. Schreibe mindestens jeden Tag 10-20 Beiträge. Du musst Deine Leser füttern. Egal ob es sie interessiert, schreibe, schreibe, schreibe. Viel hilft viel!

10. Polter herum, sei auch mal frech oder vergiss den guten Ton, das ist Deine persönliche Note. Häng sie zum Fenster raus, jeder muss wissen, dass Du Dir so etwas leisten kannst und dass Du auf niemanden Rücksicht nehmen musst.

… nur dann wirst Du ein guter Blogger!

[Satire off]

1 Kommentar

  • Von der wunderschönen Kulturstadt Dresden in die ebenfalls wunderschöne Kulturstadt Leipzig…da weiß ich gar nicht, um welche Stadt ich Dich beneiden soll. Auf jeden Fall hast du meinen Respekt für den zwölften Umzug und ich bin gespannt, was Du dann so aus Leipzig zu berichten hast ;o))

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