Leben & Arbeit

Kinder trauern anders – Trauerkinder

Kinder sind offen und interessiert am Umgang mit Trauer. Sei es mit der eigenen oder mit der von anderen. Die Neugier kennt fast keine Grenzen. Fragen, die wir von Erwachsenen als taktlos empfinden würden, sind von Kindern selbstverständlich. (Zitat: Trauerkinde.de)


Trauer ist für uns alle ein Gefühl, mit dem wir zumeist nur sehr schwer umgehen können. Wir verdrängen sie, lassen sie Zeit unseres Lebens nicht an uns heran, bis sie uns unweigerlich doch einholt und dann sind wir unvorbereitet, hilflos und wie Wellen im Meer, schlägt sie über unsere Köpfe zusammen.

Als Erwachsene versuchen wir der Trauer rational zu begegnen, doch wie gehen Kinder mit ihr um? Unbefangener oder noch hilfloser? Können wir unsere Kinder schützen oder gar von ihnen lernen?

Als diesen Fragen widmet sich die Seite Trauerkinder.de. Die Familienbegleiterin Sabine Elvert geht dabei an Schulen und Kindergärten, bietet Themenabende für Eltern an und führt Projekttage mit den Kindern an Grundschulen und weiterführenden Schulen durch. Darüber stellt sie für die Leser der Webseite als auch für Bibliotheken passende Literatur vor, wie Kinder sich der Trauer nähern und Erwachsene sie dabei unterstützen und begleiten können.

Trauerkinder

Trauerkinder versucht dabei mit Blogbeiträgen über andere Projekte, Erfahrungsweitergabe von durchgeführten Veranstaltungen und der Vorstellung interessanter Medien, Vorbehalte und Ängste zu überwinden und einen Zugang für alle zum Thema Trauer und Trauerarbeit zu finden.


Die richtige Art, um die Toten zu trauern, besteht darin, für die Lebenden zu sorgen, die zu ihnen gehören.

Edmund Burke
(1729 – 1797), irisch-englischer Staatsmann und romantischer Denker


So wirkt ein Blogbeitrag über andere Projekte zum Umgang mit der Trauer, z.B. die Sarggeschichten, auf den ersten Blick für uns befremdlich. Lassen wir die Thematik an uns heran, werden wir vielleicht nicht nur für die Kinder einen neuen Weg entdecken, sondern auch uns selbst neu entdecken können. Vielleicht finden wir heraus wie Gefühle schmecken können und was es mit den Gefühlsmonstern und Kaugummi auf sich hat.

Die Angebote der Referentin Sabine Elvert sind dabei stets maßgeschneidert und wenn sie von den Erlebnissen in Projekttagen mit den Jugendlichen zu berichten weiß, scheint die Trauer plötzlich ein ganz anderes Gesicht und Gefühl zu bekommen.

Ich wünsche mir, das noch viele Kindergärten und Schulen aus dem Verdrängungsmodus dem Thema Trauer gegenüber mutig heraustreten und den Kindern eine Chance geben, unbefangener und gerüsteter der Thematik gegenüber zu treten, die uns alle einmal betrifft.

Und wenn ich hier ganz offen Werbung für diese Seite mache, dann nicht nur weil Sabine mein Schwesterherz ist, sondern weil ich von ihrer Arbeit überzeugt und von ihrem Engagement begeistert bin.

http://www.trauerkinder.de

6 Kommentare

  • Leider hat der Tod nur noch selten Platz in unserer Gesellschaft. Damit nehmen wir uns auch die Möglichkeit bewusst Abschied zu nehmen.
    Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir alle Aufmerksamkeit auf den Anfang des Lebens, die Geburt, verlagert haben. Der Tod hat damit seinen Platz verloren.
    Wir mussten erst letzte Woche Abschied nehmen. Und die letzte Ehre erweisen. Ich war unendlich stolz auf meine Söhne, die selbstverständlich einen Anzug und die schwarze Krawatte dafür trugen. Da war ich einmal mehr sehr froh, dass ich ihnen das mit auf ihren Weg geben habe. So schwer die Momente des Abschieds auch immer waren und im Moment gerade wieder sind.
    Die Arbeit von Sabine Elvert ist kostbar und wertvoll. Danke für dieses Engagement und den Hinweis dahin!

  • Danke für Deine Worte! Ja, ich selbst habe mich in der Vergangenheit oft sehr schwer mit dem Thema getan und stand dann unvorbereitet und hilflos vor meiner Trauer. Ich finde, je weniger wir dieses Thema tabuisieren und je mehr wir Kindern ganz natürlich den Umgang damit erlauben, desto leichter werden sie es einmal dabei haben. Deshalb finde ich die Arbeit von Sabine so wichtig und richtig.

  • Hallo Uwe,
    das ist ein sehr wichtiges Thema, das du hier ansprichst. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Kinder gerne über dieses Thema sprechen und sehr offen für alternative Trauerbewältigungen sind. Die vorgestellte Seite finde ich sehr hilfreich und werde sie mir auf jeden Fall abspeichern und weiterempfehlen.
    Liebe Grüße
    Steffi

  • Ich finde das auch ein sehr wichtiges Thema und es ist toll, dass es dazu eine eigene Seite gibt, die sich damit beschäftigt und Kindern und Erwachsenen damit hilft. Für Kinder ist der Tod ja auch etwas ganz abstraktes von dem sie mehr oder weniger abgeschirmt werden, deswegen gehen sie auch ganz anders an das Thema ran.

    lg Babsi

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