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Ich blogge, weil…

Warum ich blogge

Na dieses Thema des aktuellen Webmaster-Friday gefällt mir natürlich sehr, schließlich blogge ich indessen gut sechs Jahre schon. Angefangen hat alles mit einem reinen privaten Blog, den es bis heute noch irgendwie gibt. Teddykrieger – der Blog, indessen eigentlich nur noch Multiplikator meines aktuellen Blogs.

Sechs Jahre bloggen, privat und mit etlichen Ablegern und später auch beruflich und heute für unsere Agentur und für Kunden. Da kommt allerhand zusammen an Erinnerungen, Eindrücken und Erfahrungen.

Schon 2006 machte ich mir in meinem alten Blog Gedanken dazu und schrieb:

Wir waren gestern bei der Überlegung stehen geblieben, wieviel man von seinem privaten Umfeld, von seinen innersten Gedanken, dem Internet preisgeben mag. Wo ist die Grenze zwischen Information, persönlicher Note und einem Seelenstrip?

Ganz unweigerlich bringt mich das auf die nächste Frage, nämlich warum ich „blogge“ (schöne neue deutsche Wortschöpfung). Am Anfang stand ich der ganzen sache doch recht skeptisch gegenüber und habe nach einiger Zeit mal ein Resümee gezogen
Doch jeder hat ja so seinen Grund,warum er hier schreibt/bloggt. Was bewegt uns dazu, aller Welt unser Leben zu offenbahren und Einblicke in unsere Gedanken und Erlebnisse zu gestatten?
Wir würden uns wohl kaum über den Kommentar eines wildfremden in der U-Bahn freuen, der meint mal eben unsere letzten Äußerungen zu kommentieren, oder? Wieso gestatten wir das hier, wieso warten wir sogar darauf?

Ich bin für mich noch zu keinem richtigen Schluss gekommen,warum ich blogge. Es ist für mich lediglich die logische Folgerung gewesen, nach Chats, einer privaten Homepage und der Teilnahem an zahlreichen verschiedentlichen Foren. Indessen kann ich sagen, viel von dem feedback, was ich hier erhalte, hilft mir auch weiter, gibt mir Mut und Kraft und bringt mich zu neuen Sichtweisen.

 

Wenn man das heute liest, wirkt es unfreiwillig komisch. Haben wir alle doch schon längst mehr oder minder die Hosen bei twitter, Facebook & Co runtergelassen und nicht wenige leben mehr online als offline.
Doch zurück zum bloggen:

Privates bloggen ist für mich nach wie vor ein wichtiger Kanal eigene Gedanken für sich und andere festzuhalten, eine Meinung zu positionieren. Dies kann durchaus jeden Rahmen eines Sozialen Netzwerkes sprengen und so ist hier, in meinem privaten, kleinen Blog mein Rückzugsraum. Es darf kommentiert werden, aber ebenso kann ich das abschalten. Hier bestimme ich wo es lang geht. Vielleicht bauchen wir das bei all dem Social Media heutzutage, um das Gefühl zu haben, nicht ganz ausgeliefert zu sein.

Interessen und Hobbys lassen sich in einem eigenen Blog  so auch besser darstellen. bei mir ist es die Fotografie, wie es früher das Podcasten war. Hier kann ich zu einzelnen Bilderserien etwas schreiben, erläutern und vielleicht auch selbst entdecken. Mein Blog ist gleichzeitig meine Visitenkarte und Aushängeschild.

Berufliches Bloggen ist, je nach Auftraggeber oder Thema, oft schwerer. Die Texte müssen optimiert werden, während ich hier als privater Blogger den Luxus habe, auf fast nichts wirklich achten zu müssen. Trotzdem ist auch das ein dankbares Feld und ich kümmere mich auch gern um den Firmenblog unserer Agentur caveomedia. Ein Blog eröffnet die Möglichkeit einzelne Themen, aktuelle Projekte weiter zu erläutern. Doch auch der Blick hinter die Kulissen ist oft beliebt und zeigt: hier arbeiten Menschen… mit Stärken und Schwächen, mit Spaß an der Arbeit, aber auch nicht immer problemfrei.

Letztlich ist bloggen auch eine Art von Tagebuch und wenn ich mir heute meine alten Blogs mit Einträgen von 2005 und 2006 ansehe, muss ich oft schmunzeln und erinnere mich an vieles. Schon das allein ist der Grund mit warum ich blogge…

 

1 Kommentar

  • Ja, sicherlich stimmt es, dass das „Bloggen“ dazu da ist, Gedanken, Empfindungen und eventuell auch Lebenseinstellung zu verbreiten und auch festzuhalten. Leider ist es sehr oft so, dass Menschen, insbesondere viele Jugendliche das Bloggen nur dazu nutzen, um der Welt zu zeigen, wie schlecht es ihnen geht. Es traurig, dass sich Facebook & allgemein soziales Foren sich dazu entwickelt haben, nicht mehr miteinander Kontakt zu halten, sondern mehr sein Leben via Facebookeinträge zu gestalten und zu veröffentlichen.

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