Fotografie

Fotografie ist auch Vertrauenssache

Trotz Film und Video ist die Fotografie aus vielen Bereichen unseres Lebens nicht mehr wegzudenken. Gerade im Bereich des Marketing spielt sie nach wie vor eine große Rolle. Doch auch privat hat heute wohl fast jeder Haushalt mindestens eine Digitalkamera.

Ich will mal mit einem Zitat eines jungen wilden Kollegen beginnen, der über Twitter folgendes zu Besten gab:

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Fotos machen kann jeder Knipser oder Selbstauslöser. Mehr zu zeigen das ist die Kunst.“

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Wie recht er doch hat! Es genügt nicht die richtige Ausrüstung und ein wenig fachliches Verständnis zu haben, wenn der Kunde sich dabei allein gelassen fühlt. Es kommt mehr denn je darauf an sich Zeit zu nehmen und auch Vorgespräche ihren Platz einzuräumen. Für mich ist das Verhältnis, das Vertrauen zwischen Auftraggeber und Fotograf besonders wichtig. Natürlich lassen sich Produktfotos schneller und einfach händeln als eine Hochzeit oder allgemein Peoplefotografie, doch gerade Menschen ins rechte Licht zu rücken, ihre Persönlichkeit zu zeigen, quasi Ihr Innerstes nach Außen zu bringen, das ist für mich das Spannende am Fotografieren.

Gute Fotos bedeuten auch immer eine gute Vorbereitung. Die wenigsten Fotografen haben es tagtäglich mit professionellen Models zu tun. Es ist der Mensch von nebenan, der die Hemmschwelle überwinden muss, sich vor der Kamera möglichst natürlich und unverkrampft zu zeigen. Das ist ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor und daher gilt es schon im Vorfeld Barrieren und Ängste möglichst abzubauen. Ein gutes Vorgespräch ist genauso wichtig wie die Fotosession selbst. Auch ein paar Probefotos vorab helfen nicht nur dem Kunden, sondern auch dem Fotografen sich besser auf das Model einzustellen.

Ein besonderes Beispiel sind Hochzeiten oder andere Jubiläen. Hier „steppt der Bär“ und sich dann noch gelassen und offen einem Fotografen zu zeigen, bedarf eines gewissen Vertrauensverhältnisses. Engagement-Shootings, quasi Kennelern-Fotosessions sind vielfach ein guter Weg, um Stress und Fremdheit zu bewältigen. Man trifft sich vorab, ungezwungen und vielfach an Alltags- oder Lieblingsorten. Oft ist auch eine Begleitung durch einen Stadtbummel, der fotografisch festgehalten wird, der beste Schritt um sich aufeinander einzustellen. Die Fotoserien die dabei entstehen, sind vielfach überraschend und viele mögen diese ungezwungenen Fotos sogar lieber als später die „offiziellen“ Fotos z.B. eines 50. Geburtstages.

Blick für Details, Menschen und Augenblicke ist da ebenso gefragt wie das Eingehen auf Menschen. Der Fotograf verlässt seine Glaskugel, was etlichen Kollegen durchaus schwer fällt. Eben nicht nur der Beobachter von Außen zu sein, sondern mittendrin zu stehen, ist auch für viele von uns eine völlig neue Erfahrung.

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