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Flamingo for Twitter

Flamingo Twitter App

Review über Flamingo for Twitter, eine kostenpflichtige Android App mit wirklich vielen Einstellungsmöglichkeiten und einigen Besonderheiten. Praktische Erfahrungen und Kritik inklusive.

Twitter Apps und die ewige Suche. Ich habe schon viele Apps seit meinem Umstieg auf Android getestet.  Über einige habe ich (noch) nicht geschrieben (Tweetcaster, Talon) andere habe ich hier vorgestellt wie Fenix oder das durchaus gute Tweetings. Trotzdem gelangte ich immer wieder auch zur Standard-App von Twitter zurück. Viele Apps sind wahre Akkufresser, andere in der Einstellungsmöglichkeit eingeschränkt oder in der Ausführung zu langsam.

Ausgerechnet ein Tweet eines meiner Lieblingspodcaster brachte mich dann zu Flamingo. Schön und Danke an dieser Stelle noch einmal. Wahrscheinlich hätte ich Flamingo sonst gar nicht für mich entdeckt.

Flamingo Twitter App

Das kostet ja

Manchmal bringt mich die Mentalität vieler User, umfangreiche ausgereifte Software bitte zum Nulltarif und ja ohne Werbung zu bekommen, etwas auf die Palme. Ja, ich mag auch keine Werbung in Apps, bin aber bereit für eine gewiss nicht immer einfache und zeitaufwendige Entwicklung und Programmierung auch einen Beitrag zu leisten, sprich Apps zu kaufen. Dabei sind die Preise, die hier aufgerufen werden, noch immer weit von jeder Desktop-Applikation entfernt.

Ja, Flamingo for Twitter kostet etwas, aber mit gerade mal 2,29€ im Playstore liegt es zudem am eher unteren Rand vergleichbarer kostenpflichtiger Apps.

Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten

Jeder von uns hat so seine Art mobil zu twittern. Das beinhaltet dann auch Einstellungsmöglichkeiten bei den Apps. Der eine mag es dunkel, der andere hell, ob runde Avatars oder eckige, ob neueste tweets oder die zuletzt ungelesenen angezeigt werden … es gibt vieles, was man gern einstellen möchte und Flamingo for Twitter bietet hier wirklich eine Vielzahl von Möglichkeiten. Nur Tweetings bietet wohl noch mehr und feinere Möglichkeiten an, die Optik und das Nutzererlebnis zu individualisieren, doch das kann dann auch schnell mal zu viel des Guten werden.

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Flamingo Twitter AppIn der Optik kann man neben etlichen vorgefertigten Themen auch eigene über eine umfangreiche Einstellungsliste erstellen und diese sogar exportieren und anderen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus kann ich mir mit diversen Optionen meine „Lieblingstwitter-App“ quasi selbst zusammenstellen. Ich mag eher runde Avatars, einen hellen Hintergrund und möchte die Aktionsmöglichkeiten immer eingeblendet haben, statt sie erst auf antippen zum Vorschein zu bringen. Andere mögen es genau andersrum. Genau das zeichnet die App aus.

Es gibt darüber hinaus einen etwas versteckten Nachtmodus. Den hätte ich mir besser platziert gewünscht. Listen sind ebenso selbstverständlich wie konfigurierbare Push-Notifications. Ich kann ziemlich genau einstellen, worüber ich benachrichtigt werden möchte.

Es gibt zudem einen WiFi-Stream, ich kann mehrere Konten einbinden, einen Proxy aktivieren und auch das Syncverhalten bestimmen. Hier hängt die App immer leicht hinter der Original-Twitter-App hinterher, was aber wirklich nicht groß ins Gewicht fällt, außer vielleicht beim twittern zu Liveveranstaltungen.

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Das Handling

Flamingo for Twitter beherrscht bereits die Touchmenü-Funktionen, so dass ich bereits ohne die App zu öffnen entscheiden kann wo ich hinmöchte oder was ich ausführen möchte. Tweets mobil schreiben geht so noch viel schneller. Apropos tweets schreiben. Bei etlichen anderen Apps zum Thema Twitter habe ich ja bemängelt, dass bei beim Editor zum tweeten zum Beispiel kein Auswahlsymbol für einen Hashtag # vorgegeben ist und man diese s dann mühsam über die Tastatur suchen muss. Nicht so bei Flamingo, hier werden alle Möglichkeiten im Editor als extra Menüleiste eingeblendet. Unverständlich warum andere das nicht so lösen.

Desweiteren kann man die Ortsangabe im Editor noch mal verfeinern. Nicht immer zeigt das GPS-Signal und die Kartenumsetzung ja automatisch auch das Richtige an. Auch ach so lustige animierte Gifs kann man hier einbinden, bzw werden einem schon über einen Menüpunkt vorgeschlagen.

Etwas, was ich bisher noch bei keiner anderen App gefunden habe, ist die Erzeugung eines persönlichen QR Codes. Den praktischen Nutzen sehe ich da allerdings weniger.

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Das von links einschiebbare Menü erinnert an die Original-App und wird indessen so auch von anderen Apps verwendet. Einzelne Listen kann als Spalten in die Startseite einfügen. Sie dort wieder zu entfernen ist allerdings auf den ersten Blick nicht möglich. Selbst wenn man eine Liste löscht bleibt diese als Spalte im Startbildschirm erhalten. Erst über Einstellungen => Navigation kommt zur Startseitenverwaltung. Die Crux von zu viel Einstellungsmöglichkeiten.

Genau wie der Original-App gibts es unter Aktivitäten einen grafischen Output. Hier kann man sehen wieviel Aktionen anderer es pro Tag mit dem eigenen Twitterkonto gibt. (Gefällt mir Angaben, neue Follower und Retweets). Neue Follower werden als Mentions (Benachrichtigung) mit aufgeführt. Das ist im Gegensatz zu Tweetings, wo diese nur kurz als Push-Notification auftauchen, sehr sinnvoll.

Das Fazit über Flamingo for Twitter

Kein hoher Akkuverbrauch, schnell, im Stream etwas langsamer, mit vielen Einstellungsmöglichkeiten und preislich völlig akzeptabel bietet Flamingo for Twitter auf Android eine gute twitter-App, die sich im Alltag bewährt. Für mich derzeit die wohl beste Umsetzung auf Android und eine persönliche Empfehlung.

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