Gesundheit

Erdmandel – Unkraut oder in die Küche damit?

Erdmandel

An der Frage, ob die Erdmandel ein Unkraut sei oder in die Küche gehöre – was sich ja nicht grundsätzlich ausschließen muss – scheiden sich die Geister. Das Bundesamt für Naturschutz bezeichnet sie als „invasiv“ und als „Ackerunkraut“. Auch unsere Nachbarländer bekämpfen das Kraut schon länger.

Nussallergiker und Menschen, welchen ein ballaststoffreiche Ernährung wichtig ist, kennen dagegen die Vorzüge der Erdmandel.

Erdmandel ist keine Mandel

Der deutsche Name trügt ein wenig, denn die Erdmandel ist keinesfalls eine Mandel, gehört im Grunde nicht mal zu den Nüssen, sondern Wurzelknollen eines Sauergrasgewächses, des Riedgrases. Dieses entstammt ursprünglich den Gegenden in Nord- und Zentralafrika und wurde von arabischen Händlern als Chufas, der Überlieferung nach, im 8.Jahrhundert nach Europa gebracht. Heute ist das spanische Valencia das Hauptanbaugebiet der Pflanze, welche einen sandigen Boden und ein mildes Klima bevorzugt.

Ihren Namen verdankt die Erdmandel ihrem Geschmack, der mandelähnlich ist. Bislang können die Wurzelknollen nur manuell geerntet, bzw ausgegraben werden. Dies ist auch ein wesentlicher Grund für den teilweise stattlichen Preis.

Königin der Ballaststoffe

Ein großes Plus der Erdmandel ist nicht nur ihr nussiger Geschmack, sondern dass sie besonders reich an Ballaststoffen ist. Man geht von 25% bis zu 30% Ballaststoffen aus. Das hält nicht nur sehr lange satt, sondern bringt auch die Verdauung ordentlich auf Trab.

Aber sie bietet noch mehr. Neben wertvollen Enzymen, findet sich auch Biotin und Rutin (Flavonoid, welches sich günstig auf die Stabilisierung von Blutgefäßen und des Gewebes auswirkt) in den Knollen. Pflanzliches Eiweiß und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Phosphor. Calcium und ungesättigte Fettsäuren ergänzen zusammen mit Vitamin E die positiven Eigenschaften der Pflanze.

Jean Pütz, seines Zeichens Wissenschaftsautor und langjähriger Moderator der bekannten „Hobbythek“ schreibt dazu, dass schon 30 Gramm pro Tag ausreichen würden, um den Körper mit allen essenziellen Nährstoffen zu versorgen.

Auch in der Ernährungsberatung und bei Allergologen findet die Erdmandel indessen längst Beachtung. Sie findet sich in Müslis, Schokolade, es gibt sie als Kerne zum Knabbern, als Mehl und Aufstrich.

Längst gibt es im Internet zahlreiche Rezepte für die Verwendung der Erdmandel.

 

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