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Edit Flow – Redaktionsplan für WordPress im Test

Redaktionsplan

Wer längerfristig Beiträge auf seiner Seite, seinem Blog, veröffentlicht, kommt irgendwann wohl kaum noch an einem Redaktionsplan vorbei. Das ist nicht nur für Seiten, hinter denn ein ganzes Team steht wichtig, auch als einzelner Autor kann man sich das Schreiben und Planen damit wesentlich komfortabler gestalten.

Redaktionsplan? Wozu brauch ich das?

Viele nutzen für einen Redaktionsplan noch immer Excel oder den Kalender. Natürlich geht das auch ganz gut und wer eher selten Beiträge veröffentlicht, muss sich da nicht erst mit beschäftigen. Vielschreiber und größere Teams nutzen gern Tools wie Scompler oder Trello, doch wer z.B. WordPress als CMS nutzt, hat auch andere Möglichkeiten.

Doch was ist eigentlich ein Redaktionsplan und was bringt er mir in der Praxis?

In meinem Workflow gibt es als Beispiel folgenden Ablauf. Ideen werden zunächst gesammelt und in den Redaktionsplan eingetragen. Sie stehen dort als „Pitch“, wobei man das auch „Ideenschmiede“ oder „Beitragsideen“ benennen könnte. Ich sammele also erst einmal grobe Ideen, aus denen später mal ein Artikel entstehen könnte. Manchmal ergibt es sich auch aus Korrespondenzen oder bereits veröffentlichten Artikeln.

Für die Recherche und das Sammeln von Inhalten gibt es für mich nur Evernote. Kein Tool lässt sich dafür besser und Plattform- und Geräteübergreifend nutzen.




Im Redaktionsplan kann ich festlegen wann welcher Beitrag zu welchem Thema, Kategorie veröffentlicht werden soll. So ist es besser möglich Themen und Zeitpunkte der Veröffentlichung zu planen. Beiträge lassen sich so übersichtlicher auf „Vorrat“ schreiben oder bestimmte Artikelserien vorbereiten.

Doch auch für die nachträgliche Auswertung ist ein Redaktionsplan durchaus geeignet. Welche Kategorien  haben schon lange keinen Artikel mehr erhalten? In der Auswertung mit Zugriffszahlen lassen sich so auch bessere Planungen für Veröffentlichungszeiträume gestalten.

In der Zusammenarbeit mit Diensten wie Blog2Social kann ich so von der ersten Idee bis hin zur zeitgeplanten Veröffentlichung in den sozialen Netzen einen Artikel erstellen und planen.


blog2social

Edit Flow – Redaktionsplan für WordPress

Mit Edit Flow gibt es einen kostenfreien Redaktionsplan als Plugin für WordPress. So habe ich die Tools dafür genau dort, wo ich Artikel auch schreibe und veröffentliche.

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Einstellungen für Edit Flow

Nach der Installation aus dem WordPress Pluginverzeichnis sollte man als erstes einen Blick auf die Einstellungen werfen. Hier kann ich verschiedene Funktionen aktiven und konfigurieren. Für einen „Einzelkämpfer“ sind Benutzergruppen und Teambenachrichtigungen wahrscheinlich nicht wichtig, wer aber mit anderen an einem Artikel gemeinsam arbeitet, wird diese Möglichkeiten zu schätzen wissen.

Edit Flow bietet dabei allerlei Möglichkeiten den Redaktionsplan für deine Bedürfnisse anzupassen. So können im Kalender nicht nur Artikel berücksichtigt werden, sondern auch neue Seiten. Die vorgegebenen benutzerdefinierten Statusangaben lassen sich übersetzen, anpassen und ggf. nach Wunsch auch erweitern.

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Status eines Artikels

Einstellungsmöglichkeiten

In der Einzelansicht eines Artikels kann dann der jeweilige Status gesetzt werden. Für meine Arbeit habe ich mir vier benutzerdefinierte Status ausgesucht. Pitch = Ideensammlung, Recherche (erfolgt dann wie oben beschrieben zumeist über Evernote), in Arbeit (Artikel wird bearbeitet, geschrieben) und Auslieferungsbereit (Freigabe zur Veröffentlichung steht aus oder Veröffentlichung ist bereits geplant).

Wer im Team arbeitet, kann dort sicherlich noch weitere Punkte ergänzen oder Redaktionsmeetings einplanen. Passenderweise wird der Status eines Artikels auch in der Beitragsübersicht und auf dem Dashboard als Widget eingeblendet.

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Statusgruppen für Beiträge

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Dashboard Widget

Im Editor, in dem ich meine Beiträge verfasse gibt es zusätzlich eine Box für redaktionelle Metadaten für jeden Artikel. Auch diese kann ich mir frei gestalten, anlegen und umbenennen. Hier kann ich Bedingungen für den Artikel festlegen: Wann soll der Artikel erscheinen, wieviel Wörter soll er umfassen, benötige ich neben dem Featured Picture noch weitere Bilder für den Beitrag und welche Inhalte möchte ich dort verarbeiten, bzw auf was muss ich unbedingt achten.

Ergänzt wird das Ganze durch die Kommentarbox für jeden Artikel. Hier können Teammitglieder Kommentare zum unveröffentlichten Artikel intern schreiben. Ich nutze diese Funktion, um für mich selbst Hinweise, Ideen und Notwendigkeiten für den Artikel festzuhalten.

Redaktionsplan

Redaktionsplan

Beitragsvorrat und Kalender

Eine etwas unglückliche Bezeichnung findet die Beitragsübersicht. Hier werden Beiträge zu einzelnen Kategorien angezeigt und können nach verschiedenen benutzerdefinierten Status gefiltert werden. Es werden zusätzlich allerdings auch die vom System vorgegeben Statusanzeigen mit ausgegeben, was das Ganze etwas unübersichtlich machen kann.

Insgesamt eine gute Möglichkeiten den Überblick zu behalten für welche Kategorien längst schon wieder ein Artikel fällig wäre.

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Übersicht über einzelne Kategorien

Und dann gibt es neben der Anbindung von externen Kalendern wie iCal auch einen direkten Übersichtskalender in WordPress. Leider lassen sich hier nicht direkt Artikel als Entwurf anlegen. Das es geht zeigt ein anderes Kalender Plugin, welches allerdings als kompletter Redaktionsplan untauglich ist.

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Kalender im Redaktionsplan

Fazit

Für kleine und mittlere Blogs ist Edit Flow sicherlich ein gutes Mittel im Einsatz als Redaktionsplan. Im Zusammenspiel mit Evernote und Planungstools für soziale Netze lassen sich viele Arbeiten gut abbilden und effektiver an Artikeln planen.

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