Software & Im Netz

Die moderne Internetmentalität und das Urheberrecht

Warum ich blogge

Bei der ganzen Diskussion um Pinterest, Facebook & Co, um Urheberrechte und die moderne Internetmentalität, ist mir eines wieder klar geworden: Bei aller Freiheit muss es Grenzen geben für die „Ich sehe es und nehme es“ Mentalität im Netz. All die da jetzt empört sich durch Twitter und Facebook diskutieren sollten dabei nicht vergessen, dass jedes Foto eines Fotografen, jede Grafik, jede Musik und jedes Werk eines Künstlers nicht nur imense Arbeit beinhaltet, sondern auch zum Teil seines Lebensunterhaltes gehört.

Der Abmahnwahnsinn in Deutschland gehört abgeschafft, keine Frage, doch das Internet als rechtsfreien Raum zu sehen und Wild-West-Mentalität an den Tag zu legen, gehört ebenfalls in den Mülleimer! Wer da so laut für „freies Sharing“ und andere Dinge skandiert (was mal ehrlich gesprochen nichts weiter bedeutet, als geklaute Dinge frei verteilen zu dürfen), sollte mal die Rechnung aufmachen, dass Fotografen, Künstler u.ä. eben auch aus ihren werken ihren Lebensunterhalt bestreiten. Jeder der hier gerne frei „kopieren“ und verteilen möchte, darf ja gern mal, sagen wir 30% seines Nettolohns an gemeinnützige Organisationen stiften. Dann darf er von mir aus auch so weitermachen. Weil: nur große Sprüche in die Luft blasen und sich dabei als Vorkämpfer einer Meinungsfreiheit sehen, das ist etwas wenig…

3 Kommentare

  • Ohne dir im Kern widersprechen zu wollen: wenn ich mit etwas Geld verdienen will, oder aus anderem Grund nicht will, daß andere damit etwas anstellen, stelle ich es nicht ins Internet. Wenn ich auf eine Erfindung ein Patent haben will, dann schreibe ich nicht in die Zeitung, wie sie funktioniert.
    Mittlerweile sind auch flash-Applikationen kein Schutz mehr vor Bilderklau. Also schütze ich nur, indem ich nicht hochlade.

    Mal anders gesagt: die besten Verbote schützen nicht davor, daß eine Kamera, die ich im Auto liegen lasse, geklaut wird. Der einzige Schutz ist, sie nicht im Auto liegenzulassen. Und wenn ich nicht will, daß mir das Geld unterm Eiffelturm aus der Tasche gezogen wird, muß ich es sicher verstauen.

    Es sind also beide Seiten gefragt. Einerseits ein liberales Recht für den Umgang mit öffentlich zugänglichen Dateien, andererseits die Pädagogik auf beiden Seiten, Autoren und Nutzern, zu einem verantwortlichen und ebenfalls liberalen Umgang mit den Dateien.

  • Ich gebe Dir recht, insbesondere was die Liberalisierung des Abmahnwahn anbelangt (wobei es da ja mittlerweile ja auch schon Grenzen gibt, die annehmbar sind). Vor allem aber müßte endlich sichergestellt werden, das eben nicht mehr die Firmen und Rechteinhaber den größten Batzen abbekommen, sondern tatsächlich die Künstler.

  • ich bin def gegen diesen abmahnwahnsinn der teilweise herrscht, aber auch für das urheberrecht, gerade als künstler der was verdienen will ist werbung wichtig, wenn denn aber „ich nehms und verteils “ vorherrscht läd sich jeder die bilder runter und mit verkauf ist nichts.
    was denkst du warum ich inzwischen immer n signatur im bild hab (sogar im motiv) …. weil ich bilder von mir auf einer free downloadseite gefunden habe (die waren ohne signatur) und an den betreiber komm ich nicht ran der sitzt in china …. ach ja von den orginalen hab ich nicht eins verkauft, man kann sich denken warum …. über ein halbes jahr arbeit umsonst!!!

Hinterlass einen Kommentar

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen