Leben & Arbeit

Die Lust am offline

Wir sind kaum noch offline. Wir sind ständig online. Facebook mutiert zur Startseite, auf dem sich unser Leben widerspiegelt. Twitter begleitet uns bis aufs Klo und Google+ raubt uns Zeit in endlosen Diskussionen. Foursquare lässt alle wissen wo wir gerade unsere Zeit verbringen und Skype, Whatsapp und iMessage lassen uns ständig erreichbar sein. Wir leben online, wir arbeiten online, wir sind online.

Während das Arbeiten online wirklich viele Vorteile bringt, nervt die private Onlinepräsenz manchmal ziemlich an. Kaum vergisst man auf dem Smartphone seine Facebook-App auch wirklich richtig zu beenden, schon glaubt jeder man wäre online und schreibt einen an. Ist man ein paar tage nicht ständig bei Twitter vertreten wird man entweder schon gesucht oder gleich abgeschrieben und „entfreundet“. Müsste es nicht eigentlich in den meisten Fällen eher „entbekanntet“ heißen?

Manchmal ist es gut und richtig und ich genieße den „Draht“ in die Welt, doch wenn ständig das Smartphone brummt und piept, wenn Spieleanfragen und Gruppeneinladungen überhand nehmen, flüchte ich gern mal offline (zumindest privat). Die letzten Tage war ich auf Facebook kaum und auf Twitter so gut wie gar nicht vertreten und ich habe es genossen! Das Gefühl wieder Stück für Stück ins reale Leben entkommen. Mal wieder ein Buch lesen, den Sonnenuntergang auf dem Balkon genießen, mal nicht mehr rund um die Uhr erreichbar sein. Die Lust am offline.

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