Leipzig

Angekommen

Nun sitze ich wiedermal im Zug, wie schon so oft in diesem Jahr und wieder einmal geht es nach Berlin und doch ist dieses mal alles etwas anders. Ich fahre nicht mehr „zurück“ nach Berlin, nicht wieder in die meine Wohnung dort, war nicht „zu Besuch“ in Dresden…
Dieses mal fahre ich zu Besuch nach Berlin. Ich freue mich darauf über die Weihnachtsfeiertage bei meiner Familie zu sein und habe doch jetzt schon ein kleines Gefühl des Heimwehs… nach Dresden.

Kaum zwei Wochen bin ich nun dort und bin doch längst dort angekommen. Es hat mich selbst überrascht, wie schnell das ging. Ich erinnerte mich zurück, als ich damals nach Köln oder später nach Berlin gezogen war und wie lange ich jeweils gebraucht habe, um anzukommen. Hier, also in Dresden, ist alles anders. Ich genieße jeden Tag dort, freue mich täglich über meine schöne Wohnung und bin begierig auf die neuen Aufgaben und Herausforderungen, die mein Job so mit sich bringen wird.

Natürlich bin ich realistisch genug, um zu wissen, dass es auch mal schwere oder einsame Zeiten geben wird, das irgendwann der Punkt kommen mag, an dem ich mich fragen werde, ob dass alles richtig war, doch das gehört einfach dazu und macht mir auch keine Angst. Ich bin nicht allein, kenne schon fast mehr Menschen dort als in den zehn Jahren in Berlin, mein bester Freund wohnt nicht weit weg und zukünftig teilen wir uns sogar ein Büro.

Dresden hat mich freundlich aufgenommen und es hat nur wenige Tage gedauert bis ich mich dort richtig zu Hause fühlte. Es ist seltsam, als hätte nie woanders gewohnt, dabei kenne ich bisher nur einen kleinen Teil dieser Stadt und muss vieles noch suchen, entdecken und finden.

Patti sagte gestern, ich würde erholter, entspannter und jünger ausschauen als früher. Wenn ich aus Berlin angekommen wäre, hätte ich oft sehr erschöpft und fast alt ausgesehen. Ich kann dazu nur sagen, mir geht es auch besser. Meine fast schon Dauerhalsschmerzen, die ich in Berlin gar nicht mehr los wurde, sind so gut wie weg, selbst mein Magen kommt mit allem besser klar. Ich schlafe in meinem Traumbett wundervoll, nur das regelmäßige und gesunde Essen muss sich erst wieder einstellen.

Nun fahre ich also nach Berlin, zu Weihnachten und auch, um meine alte Wohnung dort endgültig aufzulösen. Es ist seltsam, fast als betrete ich die Wohnung eines Fremden, dabei habe ich so lange dort gewohnt, doch es ist Vergangenheit und ich indessen angekommen, in Dresden…

 

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