Leben & Arbeit

Aller Anfang … Einsteigerhandys

Einsteigerhandys

Ein paar Stationen mit der Strassenbahn oder einem Bus in einer beliebigen deutschen Stadt. Überall das gleiche Bild: Viele sind mit ihrem Handy / Smartphone beschäftigt, schreiben Nachrichten, spielen, hören Musik und lenken sich für den Moment von der Umwelt ab. Immer öfter sind dies auch und vor allem Kinder und Jugendliche.

Ein Handy zu haben, heißt dazu zu gehören. Teil einer Gruppe zu sein, ist vor allem für junge Menschen ein wichtiges Gefühl und einer der Gründe dafür, dass die Zahl jugendlicher Mobilfunknutzer wächst. Immerhin 97 Prozent aller Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein oder mehrere Handys, wie der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest in der Studie „Jugend, Information, Multimedia“ (JIM) 2010 ermittelte.

Besonders beliebt bei Kindern und Jugendlichen sind nach wie vor Prepaid-Karten. Dabei merken Jugendliche zumeist sehr bald, dass auch eine schnell geschriebene SMS oder ein kurzer Anruf Geld kosten. So lernen sie, auf die Kosten zu achten. Doch auch Verträge sind nicht eben selten, genau wie teure Handys der neuesten Generation. Und doch, Gesprächskreise in Schulen mit Jugendlichen haben ergeben, dass, was für junge Erwachsene oft ein Statussymbol, ein „must have“ ist, für die jüngere Altersgruppe noch nicht ganz so relevant scheint. Zunehmend gehen Eltern auch in Richtung der sogenannten „Einsteigerhandys“ für ihren Nachwuchs. Moderne Technik, die durchaus alles bieten kann, zu einem guten Preis. Hier kann man sich ausprobieren, hier sind ggf Verluste verschmerzbarer und das Ausprobieren noch groß geschrieben.

Mein großer Neffe, selbst kurz vor dem Abitur stehend, sagte mir vor einiger Zeit, für ihn wäre sein Handy, ebenfalls ein Einsteigermodell, genau das was er bräuchte. Die wichtigsten Social-Media-Kanäle sind abrufbar, Chats, Kurznachrichten und .. ach ja, telefonieren könnte er damit natürlich auch noch.  Was solle er sich ein mehrere hundert Euro teures Handy holen und es dann aus Angst vor Diebstahl oder Vandalismus zu Hause lassen? Da er mit seinem Taschengeld ein Teil der Kosten selbst finanziert und so Haushalten und Wertschätzung gleich mit erlernt, hat er sich ganz bewusst für ein günstiges, aber gutes Smartphone entschieden. Einen Tipp dazu hatte er auch gleich dazu: eteleon und ich musste schmunzeln, denn genau da hatte ich damals ebenfalls eines meiner ersten Handys und Prepaidkarte her. Gutes bleibt eben doch erhalten.

Vielleicht ändern sich die Zeiten, vielleicht sind die neuen Generation mehr dem praktischen „wie“ als dem „schau mal“ verbunden, vielleicht sind es auch nur Einzelbeispiel, aber es werden mehr und was mit einer verantwortungsvollen Nutzung beim Handy und -erwerb beginnt, setzt sich dann hoffentlich auch in anderen Bereichen fort.

(Fotoquelle: © Maksim Kostenko – Fotolia.com) 

1 Kommentar

Hinterlass einen Kommentar